Stimme+
Horkheim, Kirchhausen und Eppingen
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Vatertagsfeste im Raum Heilbronn locken Besucher an – Familienfreundlichkeit statt Gelage

   | 
Lesezeit  2 Min
Erfolgreich kopiert!

Auf den Vatertagsfesten in der Region Heilbronn mögen es die Menschen gemütlich und lecker. In Horkheim, Kirchhausen und Eppingen wird der Feiertag genossen.

Von Stefanie Pfäffle und Nicole Theuer

Wenn das Wetter so wie am Mittwoch gewesen wäre, wären die Vereine landauf, landab wohl auf ihren Würsten, Steaks und vielem mehr sitzengeblieben. Doch zu Christi Himmelfahrt herrschten angenehme Temperaturen und vor allem: Trockenheit. Da pilgerten die Menschen zu Fuß, auf dem Fahrrad oder auch mal mit dem Auto zu den verschiedenen Vatertagsfesten in der Region und die zahlreichen Helfer kamen aus dem Grillen und Ausschenken kaum heraus.

Vatertagsfest lockt Besucher an: generationenübergreifendes Feiern in Kirchhausen

Hunderte treffen sich am späten Donnerstagmittag auf einer Waldlichtung zwischen Kirchhausen und Fürfeld. Quasi in Spuckweite zur B39 genießen sie die Natur und das köstliche Angebot des Musikvereins beim Waldfest. Das hat schon weit über ein halbes Jahrhundert Tradition. „Wir mussten es in all den Jahren nur einmal wetterbedingt absagen“, freut sich die erste Vorsitzende Sarah Mayer.


Ein Blick auf die Reifen des Getränkelasters zeigt aber, dass es diesmal doch ganz schön schlammig zugegangen ist beim Aufbau. „Wir bekommen Unterstützung von Bauern, die das Zeug mit dem Traktor den Hang hochziehen.“

Das Fest wird generationenübergreifend angesteuert. Viele wollen sich die geräucherten Forellen nicht entgehen lassen oder das Steak vom Feuergrill. „Wir legen Wert auf hochwertige Produkte“, betont Sarah Mayer. Kirsten Schulz ist aus Kirchhausen raus gelaufen, wie jedes Jahr, denn das Waldfest ist ein fester Teil des Terminkalenders. „Wir unterstützen den Musikverein von A bis Z, gestern haben wir angepackt, heute sind wir Gast“, erzählt sie. Warum das Waldfest? „Man sieht alle, die man kennt, alle sind gut drauf, einfach die Gemeinschaft“, listet sie auf.

Beste Stimmung beim Vatertagsfest auf der Horkheimer Insel

Beste Stimmung herrscht kurze Zeit später auch auf der vollbesetzten Horkheimer Insel. Weil am 1. Mai schon so ein großer Andrang herrschte, hat der TSB Handball das Fest kurzerhand von der Alten Kelter hierhin verlegt und so wird aus dem traditionsreichen Kelter- nun das Inselfest. „An der Kelter wäre das logistisch überhaupt nicht möglich gewesen“, stellt Vorstandsmitglied Tobias Simon fest. Gleichzeitig sei es für die Kinder schöner, denn hier können sie auf den Plätzen rumtoben.

Tatsächlich sind auch hier viele Familien mit kleinerem Nachwuchs zugegen, genauso wie die Senioren. Familienfreundlichkeit statt Gelage steht bei beiden Festen im Vordergrund. Das Publikum kommt, so direkt am Radweg, aus allen Richtungen herangefahren. Ralf Brixner und Manuela Rothenberger hatten es mit etwa 200 Metern dagegen nicht weit. „Wir sind schon zum zweiten Mal hier heute, erst zum Mittag, jetzt für Kaffee und Kuchen“, verraten sie und grinsen. Den neuen Standort befürworten sie. „Hier haben sie ja viel mehr Möglichkeiten und wenn es richtig warm wird, dann ist es unter den Bäumen schön schattig.“

Besucher strömen zu Vatertagsfest auf Ottilienberg bei Eppingen 

Reges Treiben herrscht zur selben Zeit auch in Eppingen. Zur Mittagszeit auf dem Ottilienberg können sich nur noch vereinzelt neu eintreffende Besucher einen Platz an einer der Sitzgarnituren ergattern. Auf dem Eppinger Hausberg herrscht Hochbetrieb, viele Gottesdienstbesucher sind nach Beendigung der Feier geblieben und genießen über den Dächern der Fachwerkstadt jetzt ein Mittagessen.

An der Kasse sitzen Mitglieder des Deutschen Alpenvereines, Sektion Heilbronn, Ortsgruppe Eppingen und haben alle Hände voll zu tun, um Bons für die zahlreichen Bestellungen auszugeben und das Geld entgegenzunehmen. Wenige Schritte entfernt, vor der Hütte, muss auch die Küchencrew ein Akkordtempo einschlagen, um alle Essenswünsche zeitnah erfüllen zu können. Um dem Trubel innerhalb der dicken Mauern ein bisschen zu entgehen, hat sich Karl-Peter Ehehalt mit seinen Enkeln auf einer Bank vor dem Eingang niedergelassen. Gemeinsam genießt die Truppe ein Picknick, das den Weg auf den Berg in einem der mitgebrachten Bollerwagen gefunden hat. Ein Blick auf die gut gefüllte Parkreihe entlang der Streuobstwiese zeigt: anders als die Familie Ehehalt haben an diesem bewölkten Tag viele Besucher lieber das Auto und nicht die Wanderstiefel gewählt.




Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben