Wieder mehr gemeldete Prostituierte in Heilbronn
Wie im Land sind auch in Heilbronn wieder mehr Prostituierte gemeldet. Sie arbeiten in Bordells, Terminwohnungen oder im Laufhaus. Wie sich die Situation in der Hafenstraße entwickelt hat.

In Heilbronn haben sich wieder mehr Prostituierte offiziell angemeldet als die Jahre zuvor. Damit folgt die Stadt dem Trend im Land. 2022 waren in Heilbronn 58 Prostituierte angemeldet, 2020 waren es 19. Im Land waren es im selben Jahr 2590. Zwei Jahre später knapp 3500. Die Zahlen sind zwar deutlich gestiegen, im Vergleich zu der Zeit vor Corona aber immer noch niedrig. So waren es 2018 in Heilbronn 99 Prostituierte in Heilbronn, im Land ein Jahr später knapp 5000.
Solveig Horstmann, Leiterin des Ordnungsamtes der Stadt Heilbronn, erklärt, dass Prostituierte eine Anmeldung vorweisen müssen. Für unter 21-Jährige gelte diese für ein Jahr, für über 21-Jährige für zwei Jahre. Die Anmeldebescheinigung werde am Wohn- oder Aufenthaltsort ausgestellt. Sie ist jedoch im ganzen Bundesgebiet gültig. Auf Grund der hohen Mobilität im Prostitutionsgewerbe sei eine genaue Zahl der hier arbeitenden Frauen nicht möglich.
Stadtverwaltung und Polizei schätzen die Zahl auf 300 Prostituierte
Stadtverwaltung und Polizei schätzen die Zahl auf 300 Prostituierte in Heilbronn. Sie arbeiten nach Angaben Horstmanns in einem Laufhaus, vier Bordellen und insgesamt fünf Terminwohnungen.
Die Straßenprostitution in der Hafenstraße sei nach einem Erlass einer Allgemeinverfügung eingehalten worden. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Heilbronn teilt auf Nachfrage mit, dass seither keine Straßenprostitution mehr in Heilbronn festgestellt worden sei.
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