Stadtbummel Heilbronn: Ein neuer Club und eine alte Tradition
Im alten E-Werk hat das Brixx seine Pforten geöffnet und im Neckarstüble erfreut sich das Wirtshaussingen einer wachsenden Beliebtheit.

Das Heilbronner Creme 21 hat sich seit seiner Eröffnung im Jahr 2000 zu einer festen Größe im Nachtleben entwickelt. Nun haben die Macher des Clubs ein neues Projekt entwickelt, das ähnlich erfolgreich sein soll.
"Wir haben schon lange mit dem Gedanken gespielt, die ungenutzte Räumlichkeit direkt neben dem Creme zum Leben zu erwecken", sagt Geschäftsführer Stefan Müller, der die Clubs gemeinsam mit Bodo Schaerping und Thomas Sinn betreibt.
Die neue Location mit dem Namen Brixx soll künftig vor allem für Partys und Live-Konzerte genutzt werden. Auch für Feiern und Events von Firmen oder Privatleuten können die neuen Räume angemietet werden. Da ein Zugang vom Creme 21 besteht, kann das Brixx auch als Erweiterung oder als zweiter Floor dienen. "Das schöne an dieser Kombination ist die Flexibilität, die uns ganz neue Möglichkeiten eröffnet", betont Thomas Sinn. Innen dominiert im neuen Club der Industrie-Style. Die frei gelegten Backsteinwände wurden mit Stahlkonstruktionen kombiniert.
Alte Einrichtungsgegenstände des ehemaligen Elektrizitäts-Werks wie der Dampfverteiler wurden an ihrem ursprünglichen Platz belassen. "Das Brixx soll sich langsam entwickeln und zu einem festen Bestandteil des Heilbronner Nachtlebens werden", schwebt dem langjährigen Betriebsleiter des Creme 21 Felix Seeger vor.
Sechste Ausgabe
Eine alte Tradition haben jetzt einige Heilbronner wiederbelebt: das Wirtshaussingen. Nachdem die ersten fünf Veranstaltungen der eigentlich spontanen Verabredung zum Singen im Neckarstüble Heilbronn erfolgreich verliefen, laden Moderator Marcus Trüberndörfer und seine Mitstreiter Ralf Stegmann und Christopher Bollmann am Donnerstag, 8. Juni, ab 20 Uhr bereits zum sechsten Wirtshaussingen in die Location in der Frankfurter Straße ein.
"Wir kannten das aus Bayern und Ralf Stegmann hatte die Idee, das mal auszuprobieren", schildert Bollmann die Entstehungsgeschichte des gemeinsamen Singens. Mit Trüberndörfer, Betreiber der Musikschule Funtastico in Weinsberg wurde ein Musiker und Entertainer gefunden, der sich selbst als "Musikverrückter" bezeichnet. Die Lieder, deren Texte im Neckarstüble auf eine Leinwand projiziert werden, reichen von Rock- und Popsongs, Rap, Volkslieder bis Jodler. Auch Vorschläge aus den Reihen der Sänger werden - wenn möglich - spontan umgesetzt.
Das Neckarstüble, das von den Geschäftsführern des benachbarten Nosht, Christopher Pfahl und Christopher Bollmann betrieben wird, hat zum gemeinsamen Singen schon für Speis und Trank ab 17.45 Uhr geöffnet. Gesungen wird in zwei Teilen von je 45 Minuten ab 20 Uhr und nach einer Pause ab 21.05 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Spende von fünf Euro wird erwartet.
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