Stadt Heilbronn installiert IT-Pannenhilfe für Schulen
Ohne online läuft auch in Schulen nicht mehr viel. Das Heilbronner Rathaus sucht zwei leistungsfähige IT-Pannenhelfer, also Support-Firmen, für zunächst 29 städtische Lehranstalten.

Im Rahmen ihrer sogenannten Digitalisierungsoffensive arbeitet die Heilbronner Stadtverwaltung an einer IT-Pannenhilfe, respektive an einem IT-Supportsystem, für alle Schulen in städtischer Trägerschaft: ganz einfach, um die Einbindung digitaler Medien sowohl im Unterricht als auch in der Schulverwaltung sicherzustellen.
In Schulen gibt es zum teil schon IT gibt es schon Hilfen
Stellenweise gibt es laut Rathaus bereits einheitliche Systeme, etwa bei der Netztechnik, bei W-Lan, Präsentationssystemen oder etwa auch bei der Mobilgeräteverwaltung. Diese Hilfen werden nach festgelegten Standards betreut und gewartet. Im Bereich des Supports von Servern, Sicherungsmedien, PC-Endgeräten und der dazugehörigen Software besteht ein solches System jedoch noch nicht. Jede Dienstleistungstätigkeit wird laut Ratsvorlage bisher einzeln bearbeitet, was für die betroffenen Schulen mit einem hohem Aufwand verbunden ist. Dies soll sich nun durch das neue Support-System ändern.
Alles läuft über ein Projektteam
Die Hauptverantwortung des Supports soll künftig zentral bei einem speziellen Projektteam zur Schuldigitalisierung im städtischen Schul-, Kultur- und Sportamt liegen, erklärten Amtsleiterin Karin Schüttler und ihr Kollege Gabriel Gheorghiu schon vor den Sommerferien dem Verwaltungsausschuss des Gemeinderates. Dieses Team sei bei IT-Pannen erster Ansprechpartner für die Schulen und sollte innerhalb einer Stunde reagieren.
Die Meldung der Mängel laufe über ein Ticket-System. Kompliziertere Dienstleistungen, die nicht durch das städtische Team der Schuldigitalisierung umgesetzt werden können, sollen künftig an einen fest engagierten Dienstleister weitergeleitet - und erledigt werden. Um möglichst effizient zu arbeiten, sollen hierfür über eine Ausschreibung zwei externe Firmen engagiert werden, die sich die Arbeit an den Schulen aufteilen.
Was das wohl kostet?
Die Kosten für die zunächst 29 Schulen werden auf insgesamt 185 000 Euro pro Jahr veranschlagt. Für eine vertraglich fixierte Laufzeit von zunächst 48 Monaten wären also knapp 750 000 Euro fällig. Drei Förderschulen und die Berufsschulen, die später einen speziellen Support bekommen sollen, sind darin noch nicht enthalten.
Keine extra Personalstellen
Stadträte aller Fraktionen begrüßen diesen "weiteren Schritt unserer Digitalisierungsoffensive", wie Karin Schüttler die Maßnahme nennt. Nico Weinmann (FDP) umschreibt den Support plastisch als "IT-Hausmeister", der über eine zentrale E-Mail-Adresse stets erreichbar sein müsse, wie sich Holger Kimmerle (Grüne) versichern ließ. Das schnelle Reagieren und die Leistungsfähigkeit nennen Thomas Randecker (CDU), Raphael Benner (AfD) und Marion Rathgeber-Roth (UfHN) als wichtige Kriterien bei der anstehenden Vergabe an zwei Firmen. Steven Häusinger (SPD) erfuhr, dass für die Betreuung seitens der Schulen Lehrer zuständig seien und keine speziellen IT-Stellen geschaffen werden. Gheorghiu: "So ist das vom Land vorgesehen."
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