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Spatenstich im Heilbronner Innovationspark für einen neungeschossigen Büroturm

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Für 30 Millionen Euro entsteht im Innovationspark hip in Heilbronn ein neunstöckiges Bürohaus. Fertigstellung soll Anfang 2026 sein. Welches Unternehmen das Gebäude nutzen wird und was im Erdgeschoss geplant ist.

Voller Tatkraft bei der Sache: Bauherrn, Planer und Kommunalpolitiker gestern beim Spatenstich für den hip-Turm im Heilbronner Innovationspark.
Voller Tatkraft bei der Sache: Bauherrn, Planer und Kommunalpolitiker gestern beim Spatenstich für den hip-Turm im Heilbronner Innovationspark.  Foto: Veigel, Andreas

Im Innovationspark hip an der Edisonstraße in Heilbronn fängt eine neue Zeitrechnung an: Am Dienstagvormittag begannen die Bauarbeiten für den neunstöckigen so genannten hip-Turm. Das rund 8000 Quadratmeter große Bürogebäude wird für Camao TEC, ein IT-Unternehmen mit Sitz in Heilbronn, erstellt. Im Erdgeschoss ist Gastronomie vorgesehen.

Architekturbüro Schleifenheimer plante das Bauwerk

Bauherrin ist die Trithesio Heilbronn GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen von Familie Flachsmann, Druck + Medien (Heilbronner Stimme) und der Kruck + Partner GmbH. Sie investieren in das Projekt, das von dem Architekturbüro Schleifenheimer aus Coburg entworfen wurde, rund 30 Millionen Euro. Fertigstellung soll Anfang 2026 sein.


Richtungsweisende Gebäude wurden realisiert

Auf einer Zeitreise stellte Projektentwickler und Generalunternehmer Joachim Kruck das Neubauprojekt vor und würdigte das über Jahre gewachsene Vertrauen zwischen Stadtverwaltung und Bauherrschaft bei der Realisierung richtungsweisender Gebäude in der Stadt. Kruck betonte aber auch die hohe architektonische Qualität des hip-Turms: "Sie ist so flexibel, dass die Etagen zu einem späteren Zeitpunkt in Wohnungen oder Hotelzimmer umgestaltet werden könnten." Es dürfe nicht sein, dass Gebäude nach 30- oder 40-jähriger Nutzungsdauer abgerissen werden, weil sie nicht umgenutzt werden können.


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OB Mergel: Turm steht für den Aufbruch von Heilbronn

So soll der Heilbronner Innovationspark aussehen.
So soll der Heilbronner Innovationspark aussehen.  Foto: privat

Für Oberbürgermeister Harry Mergel ist der Spatenstich weit mehr als nur ein Spatenstich für ein Bürogebäude: "Der Bau steht wie eine ganze Reihe anderer Projekte für den Auf- und Umbruch von Heilbronn." Insbesondere betonte er die städtebaulichen Weichenstellungen in den vergangenen 25 Jahren entlang des Neckars. Mit Marrahaus, Neckarmeile, Experimenta, Jugendherberge und Neckarbogen sei die Stadt deutlich attraktiver geworden. Parallel dazu schreite die Transformation von der Industriestadt hin zur Wissensstadt voran: "Ohne Künstliche Intelligenz wird künftig keine Branche mehr auskommen", ist Mergel sicher.

Neuer Campusstandort mit 160.000 Quadratmetern

Der Baubeginn für den hip-Turm ist aber auch Auftakt für die im Innovationspark geplante Erweiterung des Bildungscampus. "Er wird fantastisch. Hier wird einmal das Konzept wohnen, leben und arbeiten miteinander verknüpft werden", zeigte sich Reinhold Geilsdörfer begeistert. Wie der Geschäftsführer der Dieter-Schwarz-Stiftung weiter ausführte, werden sich am neuen Standort mit 160.000 Quadratmetern Fläche unter anderem die TU München, Forschungseinrichtungen und weitere innovative Partner ansiedeln.


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Im Turm entsteht eine offene IT-Begegnungsstätte

"Wir möchten als Camao TEC die Digitalisierung in Heilbronn mitentwickeln und freuen uns, dies in direkter Nachbarschaft zum Bildungscampus West realisieren zu können", betonte Geschäftsführer Marcel Appolt. Das IT-Unternehmen, das zur Schwarz-Gruppe gehört, schafft im Turm eine offene Begegnungsstätte für alle an technischen Innovationen interessierten Menschen. Der Turm bietet 500 Mitarbeitern die Möglichkeit, Arbeit neu zu definieren: "Sie können flexibler und verantwortungsbewusster arbeiten", erklärte Appolt.

Das Parkhaus wächst schon in die Höhe

In unmittelbarer Nähe wächst aktuell das hip-Parkhaus aus dem Boden. Bauherrin ist die Kruck/Flachsmann GmbH. Das Parkhaus wird 423 Pkw- und 82 Fahrradstellplätze erhalten. Wie Kruck sagte, seien 200 Stellplätze bereits mit einem E-Ladepunkt ausgestattet. Über eine 214 Kilowatt-Peak große Photovoltaikanlage auf dem Dach wird der Strom erzeugt, der auch den Turm versorgen wird.

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