Neuer Schuhladen, aufgehübschtes Backstüble und Location gesucht
Wie schaut es aus in der Heilbronner Innenstadt? Welche Veränderungen haben sich in den vergangenen Wochen ergeben? Unser wöchentlicher Streifzug zeigt, dass trotz Leerständen passende Immobilen gesucht werden.

Es tut sich etwas in der Kaiserstraße. Wo derzeit noch im Impfpunkt der Stadt von 9 bis 15 Uhr unbürokratisch Spritzen gegen das Coronavirus gesetzt werden, zieht am 5. Februar eine Filiale von Leguano - der Barfußladen ein. Das Unternehmen aus Buchholz am Rande des Westerwaldes stellt seit 2009 Schuhe her, die den natürlichen Bewegungsablauf so wenig wie möglich einschränken sollen. Im Laden lädt ein Laufpfad dazu ein, das Barfußgehen auf verschiedenen Untergründen auszuprobieren. Die Schuhe, die im Leguano verkauft werden, sollen ein Barfußgefühl vermitteln und die Fußmuskulatur stärken.
Die Adresse in der Kaiserstraße ist als Schuhladen bestens geeignet. Dort befand sich jahrelang das Schuhgeschäft von Sigrun Wöhr. Für den Impfpunkt hat die Stadt wohl auch schon einen neuen Platz gefunden. Er zieht nur über die Straße, ins ehemalige Sporthaus Saemann in der Kaiserstraße 29.
Nach Renovierung wiedereröffnet
Seit vergangenen Sonntag hat das Heilbronner Backstüble in der Herbststraße wieder geöffnet. Rebecca Espert, seit dem 1. Januar nun auch ganz offiziell Pächterin der Kultkneipe, hat in den drei Januarwochen Wände und Decken neu gestrichen und den Keller neu verputzen lassen. Damit wirken die Räume nun heller und freundlicher, ohne ihren Charakter zu verlieren. "Das Urige im Backstüble wollten wir unbedingt beibehalten", erläutert Espert. Die Gaststätte wurde jahrelang von Thorsten Horn geführt, der vor zwei Jahren ein Restaurant in Wiefelstede im Ammerland, rund 20 Kilometer nördlich von Oldenburg gelegen, gekauft und eröffnet hat. Bis Ende des vergangenen Jahres war er offiziell noch Pächter des Backstüble, das aber bereits von Rebecca Espert geführt wurde.
Am 24. Februar wird auch noch eine neue Theke geliefert - und zwei neue Biersorten gibt es dann auch, von der Privatbrauerei Waldhaus, die sich mit ihren Schwarzwälder Bierspezialitäten einen Namen gemacht hat. In der ersten Märzwoche will die neue Pächterin dann auch mit einer Re-Opening-Woche den Restart feiern - dann hoffentlich auch gänzlich ohne Corona-Beschränkungen. "Mir macht das total Spaß, es war schon immer mein Traum und ich wollte die Chance deshalb auch nutzen, auch wenn die Zeit schwierig ist", betont die gebürtige Eberstädterin. Nächstes Ziel ist die Erneuerung des Bodens und des Mobiliars im Nebenzimmer.
Auf der Suche nach einem Lokal
Angesichts der Zahl der Leerstände in der Innenstadt überrascht es, dass zwei junge DHBW-Studienabsolventinnen bei ihrer Suche nach einer Location einfach nicht fündig werden. Die jungen BWL-erinnen würden in der Stadt gerne ein Café eröffnen, das sich vor allem an Studenten und junge Leute richtet. Deshalb sollte die Immobilie in einer Größe von 60 bis 150 Quadratmetern auch in der Nähe des Bildungscampus liegen. Der Fokus des Cafés soll auf dem Frühstück liegen. Auch eine Kombination mit einer Bar ist denkbar. Wer eine entsprechende Immobile anbietet, kann sich beim Dehoga-Stadtverband melden.
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