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Im Heilbronner Haushalt lauern viele Gefahren 

  
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Die Heilbronner Verwaltung tut gut daran, die zahlreichen Risiken in den Blick zu nehmen, die der Haushalt mittelfristig birgt, rät unser Autor.


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Der Stadt Heilbronn geht es finanziell noch vergleichsweise gut. Dabei liegt die Betonung auf noch. Denn im städtischen Haushalt prallen Tendenzen aufeinander, die in der Finanzentwicklung gewaltigen Sprengstoff beinhalten. Da ist zum einen die dramatische wirtschaftliche Entwicklung im Land, die auch am Heilbronner Haushalt nicht spurlos vorbeigehen wird.

Auf der anderen Seite stehen gewaltige Investitionen, die den Etat dehnen, manche fürchten überdehnen werden. Die Stichworte Ipai, Weiterentwicklung des Bildungscampus und Neubau von Badetempel und Großsporthalle sind bekannt. Zwar wird die Dieter-Schwarz-Stiftung einen Großteil der Investitionen übernehmen, doch auch die Stadt wird nicht ungeschoren davonkommen. Die Verhandlungen laufen derzeit und sollen noch in der ersten Jahreshälfte abgeschlossen werden. 

Heilbronner Haushalt: Mehr Augenmerk auf die Tochterunternehmen  

Und trotz aller Unterstützung durch den Weltkonzern bleiben weitere erhebliche Gefahren. Kein Experte kann voraussagen, wie erfolgreich sich der Wirtschaftskomplex „Künstliche Intelligenz“ in Heilbronn entwickelt und ob die Investitionen tatsächlich in der Zukunft auch die Steuereinnahmen auslösen, die die Stadtväter erwarten. Und auch der jährliche Unterhalt der geplanten Neubauten wird große Ressourcen binden.

Darüber hinaus muss die Stadt künftig mit Argusaugen auf die städtischen Eigenbetriebe schauen, in deren Haushalten die Schulden förmlich explodieren. Die 500 Millionen, die mittelfristig allein die Stadtwerke brauchen, um die geplanten Investitionen zu tätigen, sind mehr als ein Alarmsignal. Denn auch bei den städtischen Töchtern gilt der Spruch: die Schulden von heute sind die Steuern von morgen. 




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