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In Heilbronn gibt es über 300 Haltestellenkanten für den Busbetrieb – nicht alle davon sind für Menschen, die auf Rollstuhl, Rollator und Co. angewiesen sind, so einfach zu erreichen. Das soll sich jedoch künftig ändern. Schon seit mehreren Jahren hatte der Nachholbedarf bei den barrierefreien Bushaltestellen der Stadt eine Debatte angetreten.
Bereits 2024 wurden einige Bushaltestellen zur Barrierefreiheit umgebaut. Nun geht die Stadt Heilbronn den nächsten Schritt: Ab Dienstag, 22. April, werden sechs weitere Bushaltestellen im Stadtgebiet so umgebaut, dass sie für alle Menschen sicher und komfortabel nutzbar sind – ob mit Rollstuhl, Rollator, Kinderwagen oder Sehbehinderung, heißt es in einer Pressemitteilung.
Was heißt „barrierefrei“?
Menschen, die auf Mobilitätshilfen angewiesen sind, nicht (mehr) so gut sehen oder einfach mit dem Kinderwagen unterwegs sind, sollen den öffentlichen Nahverkehr genauso bequem nutzen können wie alle anderen. Deshalb sollen die Bushaltestellen in Heilbronn mit folgenden Elementen ausgestattet werden:
Taktile Leitsysteme mit Rippen-, Noppen- und Kontrastplatten für blinde und sehbehinderte Menschen
Kontrastreiche Sonderbordsteine mit mindestens 18 Zentimetern Höhe und 30 Zentimetern Breite – für leichteres Ein- und Aussteigen
Angepasste und verbreiterte Warteflächen, die den heutigen Anforderungen gerecht werden
Bauarbeiten in Heilbronn: Diese Bushaltestellen werden barrierefrei
Laut der Stadt Heilbronn werden folgende Bushaltestellen im Jahr 2025 barrierefrei ausgebaut. Startschuss soll die Bushaltestelle in Biberach machen. Die Zeit für die Umbaumaßnahmen wird bis Oktober 2025 berechnet:
Im Förstle (im Ortsteil Biberach, Am Förstle)
Beethovenstraße (in der Charlottenstraße, stadteinwärts und stadtauswärts)
Südbahnhof (in der Charlottenstraße, stadtauswärts)
Hessenhof (in der Charlottenstraße, stadteinwärts und stadtauswärts)
Containerterminal (in der Hafenstraße, stadteinwärts und stadtauswärts)
Karlsruher Straße (stadteinwärts und stadtauswärts)
Nach der Haltestelle „Im Förstle“ folgen die weiteren Haltestellen nacheinander. „Für jede Station sind etwa zwei bis vier Wochen Bauzeit eingeplant“, erklärt die Stadt Heilbronn. Ersatzhaltestellen würden eingerichtet. Doch es gibt eine Ausnahme: „Aufgrund der engen Platzverhältnisse an der Karlsruher Straße findet der Umbau dort in den Sommerferien 2025 statt, ohne Ausweichhalt“, heißt es in der Pressemeldung.
Dank Fördermittel: Wie die Bauarbeiten an den Bushaltestellen finanziert werden
Auch Schwachstellen aus der bisherigen Nutzung sollen behoben werden: Zum Beispiel werde am Hessenhof stadtauswärts die Haltestellenbucht in ein sogenanntes „Buskap“ umgebaut. Das heißt: Der Gehweg wird bis zur Straße herangezogen, sodass der Bus direkt an dem erhöhten Bordstein halten kann, ohne in die Haltebucht einzufahren zu müssen. An dem Containerterminal würden zudem Gefahrenstellen im Gleisbereich entschärft, und im Ortsteil Im Förstle sollen betriebliche Abläufe verbessert werden.
Die Gesamtkosten für den Ausbau sollen sich nach Angaben der Stadt Heilbronn auf rund 510.000 Euro brutto belaufen. Dank einer Förderquote von 75 Prozent werde der Großteil der Kosten durch Fördermittel getragen.
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