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Böller-Chaos in Heilbronn? Das sagt die Polizei zur Silvesternacht

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Weiter könnten die Einschätzungen kaum auseinanderliegen: Passanten sprechen von untragbaren Zuständen in Heilbronn in der Silvesternacht. Die Polizei war vor Ort. Nun begründet sie, warum es zu keinen Anzeigen gekommen ist.


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Raketen, die aus der Hand in die Luft geschossen werden. Böller, die zwischen Passanten geworfen werden. So beschreiben Beobachter die Situation in der Silvesternacht rund um das Rathaus Heilbronn. Die Polizei war ebenfalls mit einer zweistelligen Anzahl an Beamten vor Ort, hat aber niemanden angezeigt.

Silvesternacht in Heilbronn: So viele Menschen feierten am Marktplatz

Die Stadt Heilbronn hatte vorab ein Böllerverbot für Teile der Innenstadt erlassen, Raketen waren weiterhin erlaubt. Die Polizei betont, dass ein solches Verbot „polizeitaktisch schwerlich durchsetzbar“ sei. Das schreibt Frank Belz, der die Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit im Polizeipräsidium Heilbronn leitet, auf Stimme-Anfrage. Er ergänzt: „Insbesondere dann, wenn sich eine Vielzahl von Menschen in Feierlaune in der Innenstadt als ausgewiesene Verbotszone bewegt.“ Dass sich dieses Personenpotenzial zum Böllern in ein Industriegebiet verlagert, hält er für „kaum vorstellbar“. 

Am Marktplatz waren an Silvester laut Polizei gut 150 Personen, im Bereich Kaiserstraße und Kilianskirche waren es zwischen 200 und 250 Personen.

Passanten wundern sich, dass es zu keinen Anzeigen gekommen ist. Die Polizei betont: Vorwerfbare Ordnungswidrigkeiten nach der entsprechenden Allgemeinverfügung der Stadt Heilbronn „müssen rechtssicher einer Person zugerechnet werden können, insbesondere sofern im Einzelfall polizeiliche Zwangsmaßnahmen zur Durchsetzung notwendig erscheinen“, so Frank Belz. 


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Die Beamten sprachen dennoch Personen an. Diese seien den polizeilichen Anweisungen gefolgt und hätten die Örtlichkeiten verlassen, so Frank Belz. „Es kam zu keinerlei Widerstandhandlungen oder Beleidigungen gegenüber den Einsatzkräften.“ Anderweitig angezeigte Straftaten oder verletzte Personen seien im in Rede stehenden Zusammenhang bislang nicht angezeigt worden.

Belz’ Fazit: „In der Gesamtschau waren weitaus weniger Personen im innerstädtischen Bereich als in den Vorjahren zu verzeichnen; dies zeigen die Erfahrungen des Polizeireviers Heilbronn.“

So geht es in Heilbronn weiter: Die Videoüberwachung wird ausgewertet

Alle zuständigen Stellen wollen die Silvesternacht aufarbeiten. Das Polizeipräsidium Heilbronn will demnach mit den eingesetzten Polizeibeamtinnen und -beamten sowie mit der Stadt Heilbronn die Einsatzlage in der Silvesternacht analysieren. „Die Kamerabilder werden dabei mit einbezogen“, so Franz Belz. Er meint damit die Aufnahmen aus der Videoüberwachung am Markplatz




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