Neue Grundschule in Heilbronn: Kinder aus diesen Straßen müssen dorthin
Die Stadt Heilbronn baut in der Innenstadt eine neue Grundschule. Der Gemeinderat hat nun beschlossen, wie sich Schulbezirke ändern - also aus welchen Straßen die Familien ihre Kinder dort anmelden müssen.
Die Innenstadt von Heilbronn benötigt eine neue Grundschule. Nach intensiven Diskussionen auch mit weiterführenden Schulen, Eltern und Stadträten hat sich der Gemeinderat darauf verständigt, das Gebäude auf dem Areal der Alten Kelter zwischen Theodor-Heuss-Gymnasium und Mönchsee-Gymnasium zu errichten. Los gehen soll der Unterricht schon im kommenden Schuljahr und damit weit vor Fertigstellung des Gebäudes. Die ersten Jahrgänge werden in speziellen Containern unterrichtet, die bereits auf dem Gelände der Fritz-Ulrich-Gemeinschaftsschule stehen.
Neue Grundschule in Heilbronn: So groß ist der Schulbezirk
Der Gemeinderat hat sich nun mit dem Einzugsgebiet der neuen Grundschule befasst. Dabei wird unterschieden in die Interimsphase mit dem Unterricht in den Containern und die Zeit nach der Fertigstellung. Wie die Stadtverwaltung im Anschluss an die Entscheidung mitteilt, erstreckt sich der Schulbezirk der neuen Schule während der Bauzeit ab Herbst 2025 zwischen der Allee im Westen, der Moltkestraße im Süden, der Goethestraße im Osten und der Villmatstraße, Wartbergstraße und Weinsberger Straße im Norden.
Sobald der Schulneubau fertiggestellt ist, kommt südlich der Moltkestraße das Quartier zwischen Allee, Titotstraße und Bismarckstraße sowie Oststraße hinzu. Östlich der Allee wächst der Schulbezirk um den Bereich zwischen Kaiserstraße, Sülmerstraße und Berliner Platz.
Neuer Schulbezirk für Heilbronner Innenstadt-Grundschule: Diese Straßen sind davon betroffen
Die Stadtverwaltung erwartet, dass der neue Grundschulbezirk in erster Linie die Gerhart-Hauptmann-Schule entlasten wird, in Randbezirken und in kleineren Teilen auch die Dammgrundschule, die Wartbergschule sowie die Silcherschule. Familien, die in den genannten Straßen wohnen, müssen ihre angehenden Erstklässler in der jeweiligen Schule des Schulbezirks anmelden. Im Anschluss daran ist möglich, eine Versetzung an eine andere Bildungsstätte zu beantragen. Ob dieser Schritt genehmigt wird, hängt vom Einzelfall ab.

Die neue Grundschule bei den Gymnasien sowie die Interimslösung waren zunächst umstritten. Die Fritz-Ulrich-Schule war gegen die Container auf dem eigenen Gelände und forderte eine Entlastung nach einer längeren Umzugs- und Umbauphase. Die Gymnasien fürchteten, wichtige Flächen zu verlieren. Zunächst war davon die Rede gewesen, die Grundschüler in einem Gebäude auf dem Hartplatz des Mönchsee-Gymnasiums zu unterrichten.
Private Grundschule im Heilbronner Stadtteil Neckarbogen: Über Erstklässler entscheidet Bildungsstätte allein
Zuletzt hatte es zudem eine Diskussion über Grundschüler aus dem neuen Heilbronner Stadtteil Neckarbogen gegeben. Fälschlicherweise war der Eindruck entstanden, dass sie automatisch die private Josef-Schwarz-Schule besuchen dürfen, die sich dort befindet.
Dem ist nicht so: Sie sind der Dammgrundschule zugeordnet, können aber eine Aufnahme bei der Privatschule beantragen. Die entscheidet aber wie alle Privatschulen allein darüber, welche Kinder sie nimmt und welche nicht.
Es gibt allerdings eine Regelung, wonach die Dieter-Schwarz-Stiftung für Kinder aus dem Neckarbogen die Schulgebühren an der Privatschule übernimmt, sofern ihre Eltern eine Einkommensgrenze nicht überschreiten.
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Stimme.de
Kommentare
Mete Cirali am 14.11.2024 19:37 Uhr
„Es gibt allerdings eine Regelung, wonach die Dieter-Schwarz-Stiftung für Kinder aus dem Neckarbogen die Schulgebühren an der Privatschule übernimmt, sofern ihre Eltern eine Einkommensgrenze nicht überschreiten.„ Arme Menschen wohnen sicherlich nicht im Neckarbogen. Wer profitiert also dann von den Schulgebühren?