Restaurant Roia am Götzenturm: Soft Opening im ehemaligen Hans im Glück
Am Götzenturm in Heilbronn hat das iranische Restaurant Roia am Mittwoch, Donnerstag und Samstag geöffnet, im Testbetrieb aber erst für Gäste mit Reservierung. Was sich die Inhaber für den Start ausgedacht haben.
Heilbronn hat eine neue Adresse für iranische Speisen, denn im ehemaligen Hans im Glück am Götzenturm hat nun das Roia geöffnet. Das heißt, noch nicht ganz: Los ging es am Mittwochabend mit einem Soft Opening für Gäste, die vorab reserviert hatten. Und so geht es auch am Donnerstag und Samstag weiter, damit sich Küche und Personal an die Abläufe gewöhnen können.
Für alle geht es dann ab 17. März los, erzählt Sheida Krummel. Sie führt das Restaurant gemeinsam mit ihrem Mann, Daniel Krummel. Strahlend zeigt die 32-Jährige, was die beiden für den Start geplant haben. Am Eingang weist eine Tafel auf ein paar Hausregeln hin, die mit Augenzwinkern zu verstehen sind. „No plate borders“ zum Beispiel, übersetzt also „Keine Tellergrenzen“. „Wir Iraner teilen gerne“, erklärt Krummel.
Roia in Heilbronn: Gemischte Vorspeisen, iranische Weine und Chai aufs Haus
Dazu passt, dass es am Anfang erstmal Mazeh gibt, vielfältige iranische Vorspeisen: Schafskäse mit Walnüssen, Kräutern und Lavashbrot zum Beispiel oder Auberginen-Dip mit Minze und Knoblauch sowie Hummus. Die Rückseite der Speisekarte ist mit einem kunstvollen Design bedruckt, das eine Restaurantszene zeigt. „Das hat eine iranische Künstlerin aus Washington für uns gemacht“, sagt Sheida Krummel.

Dann schlägt sie noch die Getränkekarte auf, auf der zum Beispiel der Bijan Collins steht, ein Drink aus Gin, Limette, Kardamom und Soda. Aber auch iranische Weine sind im Angebot, deren Trauben im Iran angebaut und zum Keltern nach Schweden gebracht wurden. „Im Iran ist Alkohol ja verboten“, sagt Krummel.
Zu den weiteren Kleinigkeiten für den Start gehört eine Karte mit iranischen Redensarten und eine Postkarte, deren Versand das Roia zahlt. Kommt der Empfänger zu Besuch in das Restaurant, gibt es ein Kännchen Chai aufs Haus.
Soft Opening im Heilbronn Lokal Roia: Zum Start kann nur bar gezahlt werden
„Wir wollen unsere Küche und unser Personal erstmal langsam an die Abläufe gewöhnen“, erklärt die 32-Jährige. Soft Opening nennt sich das, man öffnet also erst mal nicht für die breite Masse, sondern für einen kleinen Kreis. Denn Anfangsschwierigkeiten gibt es ja immer, etwa, dass ein Kartenlesegerät noch fehlt und deshalb nur bar bezahlt werden kann. „Das war ein ganz schönes Hin und Her.“

Am Mittwochabend ist trotzdem schon Leben in dem Restaurant, einige Menschen haben am Tresen Platz genommen und bekommen erste Getränke gereicht. Die eingedeckten Tische warten auf weitere Gäste. Und auch die ersten spontanen Besucher muss Sheida Krummel an der Tür vertrösten, die „nur mal schauen“ wollten. „Wir haben Full House heute.“ Richtig los geht es dann am kommenden Dienstag.
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