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Kein Investor für Heilbronner Reiseanbieter WE-Flytour – Insolvenzverfahren eröffnet

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Die Reisen sind abgesagt, die Firma wird abgewickelt: Die Suche nach einem Investor für den insolventen Heilbronner Anbieter WE-Flytour war erfolglos. Was Urlauber beachten müssen.


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Das Amtsgericht Heilbronn hat das Insolvenzverfahren über das Vermögen der WE-Flytour GmbH eröffnet. Rechtsanwältin Heike Metzger von der Pluta Rechtsanwalts GmbH ist zur Insolvenzverwalterin bestellt worden. Sie war bereits seit Ende November als vorläufige Insolvenzverwalterin der Gesellschaft tätig.

Für das Unternehmen geht es allerdings nicht weiter. Der Reiseveranstalter hat Ende Januar seinen Geschäftsbetrieb eingestellt. Hintergrund ist, dass alle Reisen abgesagt werden mussten und kein Investor bereit war, die bereits gebuchten Reisen zu übernehmen, berichtet die Insolvenzverwalterin. Allen Mitarbeitern habe daher gekündigt werden müssen – das Unternehmen beschäftigte zuletzt 19 Mitarbeiter.

Nach Aus von WE-Flytour in Heilbronn: Welche Rechte Kunden haben

Kunden, die einen Reisesicherungsschein des Deutschen Reisesicherungsfonds (DRSF) erhalten haben, können sich direkt an den DRSF wenden, erklärt Heike Metzger. Hierfür gebe es auch ein Online-Portal, auf dem die betroffenen Kunden ihre Erstattung nach der Registrierung und einer Prüfung entweder online oder postalisch beantragen können. Alle Ansprüche, die nicht über den DRSF abgesichert sind, können zur Insolvenztabelle angemeldet werden, so die Rechtsanwältin weiter.

Insolvenzverwalterin: Kein Investor wollte WE-Flytour weiterführen

Die Insolvenzverwalterin befindet sich nach ihren Angaben zwar noch mit interessierten Investoren im Gespräch, jedoch nicht über eine Weiterführung des Unternehmen: „Wir haben zahlreiche Gespräche geführt, aber kein Investor wollte den laufenden Reisebetrieb übernehmen. Ich verhandele allerdings noch über die Assets der Firma.“ Auch unternehme die bisherige Eigentümer-Familie alle Anstrengungen, den Betrieb aus der Insolvenz herauszuführen, und hoffe auf eine kurzfristige Lösung.

Gründer Aydin Ata sagt: „Wir geben nicht auf und hoffen, dass für WE-Flytour eine zweite Chance möglich ist.“

Wie der Heilbronner Reiseanbieter WE-Flytour in Schieflage geriet

Hintergrund der Schieflage sei nach früheren Angaben der plötzliche Rückzug des bisherigen Kreditkartenanbieters Getnet, bestätigte seinerzeit die Insolvenzverwalterin. Das Tochterunternehmen der Santander Bank erklärte damals, im Juni sei angekündigt worden, die Getnet-Plattform in Deutschland abzuschalten. Seither seien Kunden und Partner beim Wechsel unterstützt worden. So habe es unter anderem Hilfe beim Umzug zu neuen Anbietern gegeben.

Geschäftsführerin von We-Flytour war zwar zuletzt ein Mitglied der Gründerfamilie, Gesellschafterin von We-Flytour jedoch ein Unternehmen aus Luxemburg, die AAH Management Company.




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