Prozess um Führerschein-Betrug startet in Heilbronn: Auch Fahrschulen verwickelt

  
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In Heilbronn steht am Donnerstag eine mutmaßliche Bande vor Gericht: Die Angeklagten sollen über ein Netzwerk Doppelgänger für Führerscheinprüfungen vermittelt haben. Unter den fünf Angeklagten sind auch Inhaber von zwei Fahrschulen. 

Von red/dpa

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Gegen eine der bislang größten Banden organisierter Führerscheinkriminalität in Deutschland beginnt am Donnerstag (9. April) in Heilbronn um neun Uhr der Prozess. Fünf Angeklagte, darunter Inhaber von zwei Fahrschulen, sollen über ein Netzwerk Doppelgänger vermittelt haben. Gegen Bezahlung sollen die Doppelgänger dann Führerscheinprüfungen für andere abgelegt haben.

Insgesamt sind die Beschuldigten wegen 59 Taten in mehreren Bundesländern angeklagt. Der Erlös soll mehr als 179.000 Euro betragen haben. Es ist nicht der erste Prozess gegen die Gruppe. Ein mutmaßlicher Komplize war bereits im März in Heilbronn zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Prozess um Führerschein-Betrug startet in Heilbronn – mutmaßlicher Komplize bereits verurteilt

Der mutmaßliche Komplize wurde im März des Betrugs in 31 Fällen schuldiggesprochen. Er fungierte als Doppelgänger für andere Personen bei Führerscheinprüfungen. 

Es war ein Geschäft mit System: Wer den Führerschein wollte, aber die Prüfungen scheute, der konnte ihn einfach kaufen – inklusive eines Doppelgängers, der bei Theorie oder Praxis einsprang. Mogeln statt Büffeln

Der Tüv-Verband geht davon aus, dass bundesweit gut jeder zweite aufgedeckte Betrugsfall bei Führerscheinprüfungen professionell organisiert ist – die Dunkelziffer bleibt hoch.




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