Oma stirbt kurz vor Prozessstart: Enkel soll sie um halbe Million Euro betrogen haben
Ein 34-Jähriger soll seine eigene Oma um eine halbe Million Euro betrogen haben – nun ist sie tot. Die Geschädigte starb am Tag des Prozessauftakts, teilt die Tochter im Heilbronner Landgericht mit.
Der Prozess gegen einen Enkel, der seine eigene Oma um eine halbe Million Euro betrogen haben soll, beginnt am Donnerstagmorgen mit einer traurigen Nachricht: Die 89-jährige Großmutter wird nicht im Heilbronner Landgericht erscheinen. Sie sei am Morgen verstorben, erklärt die Tochter der Verstorbenen gegenüber der Heilbronner Stimme.
Zeugin tot: Prozess um betrogene Oma in Heilbronn beginnt dennoch
Eigentlich war die Frau an diesem Donnerstag zum Prozessauftakt geladen worden, um als Zeugin auszusagen. Bereits im Vorfeld hatte sie gegenüber der Stimme erklärt: „Er war mein Lieblingsenkel“. Doch ihr 34-jähriger Enkel – ein Unternehmer aus Heilbronn – soll zwischen Juli 2021 und Februar 2022 wiederholt Geld vom Konto seiner damals 85 Jahre alten Großmutter abgehoben und für eigene Zwecke ausgegeben haben.
Die Tochter vermutet als Todesursache die Hitze und den Stress. 89 Jahre alt ist sie geworden. Die Geschädigte soll demnach am Morgen tot im Bad aufgefunden worden sein. Ob es sinnvoll gewesen sei, wenn sie aussagt, bezweifelt die Tochter. Sie sei immer stärker dement gewesen.
Zweiter Anlauf für Betrugsprozess in Heilbronn: Enkel war nach Serbien geflohen
Dem Fall werde das Landgericht Heilbronn aber dennoch nachgehen. Insgesamt war laut der Pressesprecherin Stefanie Morgenstern neben der Verlesung der Anklage auch die Aussage von sechs Zeugen geplant. Nicht nur die Großmutter selbst, sondern auch ein polizeilicher Hauptsachbearbeiter, Familienangehörige und zwei weitere Zeugen aus dem Umfeld einer Bank sollen gehört werden.
Es ist nicht das erste Mal, dass es beim Prozessauftakt zu einem Zwischenfall kommt. Eigentlich hätte dieser schon im August des vergangenen Jahres starten sollen. Allerdings war der Angeklagte einfach nicht erschienen. Die sofort eingeleitete polizeiliche Fahndung blieb zunächst erfolglos – bis der Mann rund zwei Monate später mittels einer internationalen Fahndung festgenommen werden konnte. Der Mann soll sich zwischenzeitlich nach Serbien abgesetzt haben.
Betrug um halbe Million Euro in Heilbronn: Diese weiteren Termine sind bereits geplant
Der Fortsetzungstermin ist bereits für Freitag, 4. Juli, angesetzt. Anschließend sind vier weitere Termine geplant: am Mittwoch, 16. Juli, am Freitag, 18. Juli, am Montag, 11. August, sowie am Donnerstag, 21. August – jeweils um 9.30 Uhr.
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Kommentare
Irene Anger am 05.07.2025 00:41 Uhr
Eines Tages wird auch dieser unverschämte Enkelsohn dingfest gemacht. Seine Flucht nützt ihm nichts. Im Leben läuft es immer so ab. Die Taten die ein Mensch begeht bekommt er zurück. Auf die eine oder andere Weise. Im Fall dieses Enkels wird sich früher oder später die Schlunge zuziehen. Wie seine Strafe dann sein wird werden wir sicher noch erfahren..Seine Flucht nützt ihm nichts. Die Oma tut mir leid. Sie hat jetzt ihren Frieden. Und er wird seine Strafe noch bekommen.
Irene Anger