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Heilbronner Pferdemarkt an neuem Standort: Händler und Besucher ziehen erste Bilanz

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Zum Auftakt am neuen Standort des Heilbronner Pferdemarkts bleiben die großen Besucherströme noch aus. Händler und Veranstalter setzen nun auf ein stärkeres Wochenende.


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Das Interesse am Heilbronner Pferdemarkt ist auch auf dem neuen Gelände da. Gegen 13 Uhr schlendern am Freitag einige Besucher über die Wege am Wertwiesenpark und schauen, was die 125 Stände zu bieten haben. Rund die Hälfte der Anbieter, die seit vielen Jahren am alten Standort rund um Harmonie, am Friedensplatz und entlang der Karlstraße dabei waren, haben den Umzug an den Rand der Stadt mitgemacht. Mehr gibt der Standort nicht her.

„Wir hatten 15 Schausteller, die angereist waren, ohne einen Standplatz zu haben. Die haben wir dann aber noch untergebracht, weil einige Aussteller nicht kamen“, freut sich Marktmeister Alexander Ghassemi. Den Wertwiesenpark hatte die Stadt aus Sicherheitsgründen ausgewählt und dafür viel Kritik einstecken müssen.        

Pferdemarkt Heilbronn: Händler und Besucher ziehen erste Bilanz am neuen Standort

Menschen mit vollgepackten Tüten sind am Mittag nur wenige zu sehen. Die Besucher orientieren sich zunächst einmal auf der rund 1,2 Kilometer langen Pferdemarktmeile entlang des Freibades Neckarhalde. Bianca Thoben aus Bad Wimpfen hat gefunden, was sie sucht. Sie legt am Stand von Lagerverkauf Freilinger eine Tafel Dubai Schokolade auf den Kassentisch, zum Schnäppchenpreis von einem Euro. „Ich finde es hier draußen angenehm, in der Innenstadt war immer so ein großes Gedränge“, betont Thoben.


Ilir Buqaj sieht das Geschehen mit gemischten Gefühlen: „Vor dem Start haben wir uns gefragt, ob das was wird, aber heute morgen ist es ganz okay“, zieht der Verkäufer am großen Süßwarenstand eine erste Bilanz. Ein knappes Dutzend Schnäppchenjäger sind gegen 14 Uhr im begehbaren Stand am Funpark. „In der Gymnasiumstraße war es immer voll, aber wir hoffen auf das Wochenende“, betont Buqaj.                           

Heilbronner Pferdemarkt an neuem Standort: Bewachte Stände in der Nacht

„Der Auftakt ist ganz positiv“, betont Michael Müller, der bei der HMG  den Geschäftsbereich Event leitet. Fragen nach den hohen Standpreisen kontert er mit dem verbesserten Angebot am Wertwiesenpark. „Hier können die Händler ihren Müll recyclen, und nachts haben wir erstmals einen Sicherheitsdienst“, sagt Müller. Einigen Ausstellern war bitter aufgestoßen, dass die Standpreise unverändert geblieben sind, obwohl die HMG an den drei Tagen nur mit 60. 000 Besuchern rechnet. In der Innenstadt kamen in guten Jahren 180.000 Menschen aufs Pferdemarktgelände.    

Kritik an der Messerverbotszone am Heilbronner Wertwiesenpark

„Generell ist der Platz hier besser“, hat Werner Hanisch eine klare Meinung. Die Hintergründe für die Verlegung findet er allerdings „katastrophal“. „Wenn man Traditionsveranstaltungen an den Rand verlegt, haben die Terroristen gewonnen“, betont er. Zudem mokiert er sich über die auf den Plakaten ausgewiesene Messerverbotszone am Wertwiesenpark. „Mein Schweizer Messer habe ich weggepackt, aber hier gibt es sieben Stände, an denen man die kaufen kann“, kritisiert der 58-Jährige aus Abstatt.

„Ein paar Leute sind da, aber der Zulauf fehlt“, sagt Uschi Schröter gegen 14.30 Uhr. Sie hat ihren Siebenschwaben-Grill am Eingang der Neckarhalde aufgebaut. Die langjährige Gastronomin ist von der Innenstadt andere Verhältnisse gewohnt. Auch sie setzt nun auf das Wochenende.          




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