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Verlegung des Heilbronner Pferdemarktes in die Wertwiesen ist ein Armutszeugnis

  
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Die Verlegung des Heilbronner Pferdemarkts in den Wertwiesenpark ist ein Rückschritt, meint unser Autor. Aus Angst vor Risiken droht der Verlust eines traditionsreichen Stadtfestes im Herzen Heilbronns.


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„Wir lassen uns unsere Art zu leben nicht nehmen“, sagen Politiker und Kommentatoren nach jedem Terroranschlag, der das Land in Trauer versetzt. Das war auch nach dem Anschlag in Magdeburg vor einem Jahr so. Doch was ist seither geschehen?

Die Stadt Heilbronn hat sicherheitstechnisch aufgerüstet und gibt in einem Jahr rund 800.000 Euro für zertifizierte Straßensperren aus, die einen mit einem Auto durchgeführten Anschlag verhindern. Der Käthchen-Weihnachtsmarkt war gesichert wie eine Festung, mit unzähligen Betonkästen, breiten Gittersperren und mobilen Pollern. Wer über die Kaiserstraße spazierte, tat sich schwer, weihnachtliche Gefühle zu entwickeln.

Heilbronner Pferdemarkt im Wertwiesenpark: Verlegung ins Abseits

Und nun wird noch der Heilbronner Pferdemarkt verlegt, weil kein Kommunalpolitiker das Risiko eingehen will, das auf dem weitläufigen Gelände etwas passieren könnte. Also weit weg mit dem ältesten Traditionsfest, das ins Zentrum der Stadt gehört. Dabei sind Fahrzeuge nur eine Möglichkeit, Anschläge zu verüben, wie wir leidvoll erfahren haben.

Der Pferdemarkt wurde bereits im Vorjahr mit verschiedenen Maßnahmen gesichert.
Der Pferdemarkt wurde bereits im Vorjahr mit verschiedenen Maßnahmen gesichert.  Foto: Seidel, Ralf

Was kommt also als Nächstes: Die Abschaffung des Pferdemarktes, des Lichterfests und am Ende gar des Weihnachtsmarktes? Das Undenkbare wird denkbar, weil wir immer mutloser werden. Und in Heilbronn verkauft die HMG es als Erfolg, wenn zum neuen Pferdemarkt 60.000 statt der üblichen 200.000 Besucher kommen. Darauf muss man erstmal kommen. 




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