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Zufahrtssperren in Heilbronn: HMG-Chef Steffen Schoch sieht keine Nachteile für Händler

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HMG-Chef Steffen Schoch weist Händler-Kritik an den Absperrungen zurück und betont die starke Besucherfrequenz auf dem Käthchen Weihnachtsmarkt in Heilbronn.


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Trotz hoher Besucher-Frequenz in der Heilbronner Innenstadt berichten viele Einzelhändler bisher von einem eher mäßigem Weihnachtsgeschäft. Im Falle der Osiander-Filiale in der Fleiner Straße hat das auch mit den Sicherheitsvorkehrungen zu tun, sagte Filialleiterin Regina Peregon am Wochenende im Gespräch mit der Heilbronner Stimme. Das Geschäft sei „von der restlichen Innenstadt abgegrenzt“, kritisierte sie. Und tatsächlich: Wer von der Kilianskirche kommt und sich nicht auskennt, kann den Eindruck gewinnen, die Fußgängerzone gehe nur bis zur Absperrung. Steffen Schoch, Geschäftsführer der Heilbronn Marketing GmbH (HMG), sieht das anders.

Zugangssperre bei Heilbronner Galeria-Kaufhof-Filiale stellt „keine Behinderung am Laden“ dar 

„Ich kann keinen Zusammenhang erkennen zwischen der Zugangssperre und dem Weihnachtsgeschäft im Buchhandel“, sagt er. Schließlich bestehe „keine Behinderung am Laden“. Osiander sei ein etabliertes und beliebtes Geschäft, das die Kunden sehr schätzten und weiterhin gut erreichen könnten.

Der Weihnachtsmarkt soll auch den Einzelhandel beleben. Bisher macht sich das nicht in allen Geschäften bemerkbar.
Der Weihnachtsmarkt soll auch den Einzelhandel beleben. Bisher macht sich das nicht in allen Geschäften bemerkbar.  Foto: Lina Bihr

Ohne etwas zu versprechen, betonte er aber auch, dass die Planungen jedes Jahr angepasst würden. Dieses Jahr habe man sich eben für diese Anordnung der Standplätze entschieden. Den Weihnachtsmarkt bis zum Wollhaus stattfinden zu lassen, wie im vergangenen Jahr, hätte die Kosten für die Sicherungsmaßnahmen noch einmal um 50.000 bis 70.000 Euro erhöht. „Das war aber nicht der Grund für die diesjährige Gestaltung.“ Dass alles etwas kompakter ist, bekomme auf der anderen Seite viel Lob, sagt der HMG-Chef. 

„Unser Job ist es, Frequenz in die Innenstadt zu bringen und einen möglichst guten Weihnachtsmarkt zu machen.“ Was vor und hinter den Ladentüren passiere, könne die HMG nur bedingt beeinflussen. „Mit der Frequenz sind wir sehr zufrieden“, betont Schoch. Selbst der neue Standort im Rathausinnenhof, der zunächst weniger wahrgenommen wurde, sei von Tag zu Tag besser besucht. Bis zum Abend des zweiten Advents wurden laut Hystreet-Daten in der Fleiner Straße knapp eine halbe Million Bewegungen registriert. Besonders das Nikolaus-Wochenende zeigte sich erneut äußerst frequenzstark: Am Samstag wurden fast 60.000 Personen erzählt, teilte die HMG mit. Sie rechnet mit mehr als einer Million Besucher bis 22. Dezember. Das ist der letzte Tag auf dem Käthchen-Weihnachtsmarkt. 

Weihnachtsgeschäft in Heilbronn: Viele Faktoren führen zu Kaufzurückhaltung

Trotzdem bleiben auch bei anderen Händlern die Verkaufszahlen im Advent unter den Erwartungen. „Das kriege ich auch so mit“, bedauert Schoch. Das hänge aber mit vielen Faktoren zusammen. Es gebe wirtschaftliche Unsicherheiten, Versicherungen und viele andere Kosten würden teurer, Betriebe in der Region seien in Kurzarbeit – da sitze der Geldbeutel nicht mehr so locker. Außerdem verweist er auf den Online-Handel als große Konkurrenz.

Auch die HMG mache noch eine Umfrage bei den rund 400 Einzelhändlern in der Innenstadt, um am letzten Adventswochenende eine Bilanz ziehen zu können. Die Ergebnisse werden laut Schoch am vierten Adventssonntag kommuniziert. Unterschätzen dürfe man aber nicht die letzten zwei Tage vor Weihnachten. „Da werden noch viele Last-Minute-Geschenke verkauft.“




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