Parken in Heilbronn wird teurer: Gemeinderat stimmt für höhere Gebühren
Preis für Anwohnerparkausweis vervierfacht sich ab 1. Januar 2027, Kurzzeitparken wird doppelt so teuer. FDP und Unabhängige kritisieren zu große Kostensprünge.

Es ging auf 21 Uhr zu, als der Gemeinderat am Donnerstagabend mit klarer Mehrheit die deutlichen Erhöhungen fürs Anwohner- und Kurzzeitparken verabschiedete. Drei Gegenstimmen gab es für den Antrag der Verwaltung, ab 1. Januar 2027 statt bisher 30,70 Euro künftig 120 Euro jährlich für einen Anwohnerparkausweis zu verlangen. Sieben Stadträte votierten gegen die neue Parkgebührensatzung, die eine Verdopplung der Sätze für städtische Parkflächen vorsieht.
Malte Höch hätte sich eine schrittweise Erhöhung der Kosten gewünscht
„Mir ist das ein zu großer Sprung“, argumentierte Malte Höch von den Unabhängigen für Heilbronn gegen die Vervierfachung der Anwohnerparkausweis-Gebühr. Eine schrittweise Erhöhung wäre aus seiner Sicht der bessere Weg gewesen. Ähnlich äußerte sich FDP-Stadtrat Nico Weinmann: „Ich hätte mir eine moderatere Anpassung gewünscht.“ Die Begründung der Verwaltung, sich den Parkhausgebühren anzugleichen, bezeichnete Weinmann als „verfehlt“. Die hätten die Preise in den vergangenen Jahren in die Höhe getrieben. Weinmann und seine FDP-Fraktionskollegen enthielten sich schließlich bei der Abstimmung.
Thomas Randecker spricht von einer „unpopulären Maßnahme“
„Parkgebühren zu erhöhen, ist nie populär. Der Zeitpunkt und die Höhe können nie richtig sein“, stellte der CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Randecker klar und verwies auf die durch den Irankrieg in die Höhe geschnellten Spritpreise. Die Maßnahmen seien jedoch sinnvoll und vertretbar. Thomas Pappert befürwortete den Antrag der Verwaltung von Seiten der AfD. SPD-Stadtrat Harald Pfeifer betonte den Handlungsbedarf und die Notwendigkeit der Erhöhungen.
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Kommentare
Helmut Epp am 01.05.2026 11:58 Uhr
Der "Anpassung" der Parkgebühren kann ausschließlich jemand zustimmen, der nicht davon betroffen ist und bei Bedarf kostenfrei parken kann!
Oder kommen alle Gemeinderatsmitglieder zu den Sitzungen zu Fuß oder mit dem Fahrrad?
Wohnen die Gemeinderatsmitglieder in der Innenstadt und sind von einer Vervierfachung des Bewohnerparkausweises betroffen?
ICH glaube nicht!
Anderer Leute Geld gibt sich eben entspannter aus als eigenes!
Potentielle Besucher und Kunden des Einzelhändlers werden es frohlockend zur Kenntnis nehmen!