Mit 300 Tonnen über die Neckarbrücke: Warum der Bahntransport nicht möglich war
Gleich zweimal rollten diese Woche Schwertransporte mit 300-Tonnen-Trafos über die Neckargartacher Neckarbrücke. Dabei wurden Millionen in ein Bahn-Terminal investiert. So sind die Pläne für die nächsten fünf Transporte.
Manche Beobachter wunderten sich, Leser schrieben an unsere Redaktion: In Deutschland wird viel über die Infrastruktur und insbesondere die Standfestigkeit von Brücken diskutiert. Dann rollte am vergangenen Wochenende und am Anfang der Woche gleich zweimal ein Schwertransport über die Neckargartacher Neckarbrücke.
Die Fracht: Transformatoren für die Suedlink-Baustelle bei Leingarten, einer der Knotenpunkte der neuen Stromautobahn von Nord nach Süd. Jeder der Kolosse wiegt 300 Tonnen. Stress pur für die Brücke, die vorher auf ihre Tragfähigkeit hin überprüft wurde, wie die Stadt auf Nachfrage betont.

Umladestelle an der Bahn bei Böckingen kostete Millionen
Allerdings hatte Transnet BW einen großen Aufwand betrieben, um solche Transporte auf der Schiene abwickeln zu können. Am östlichen Ortsrand von Heilbronn-Böckingen ist ein Nebengleis eingebaut worden, um eine Umladestelle für die Trafos zu schaffen. Hier sollen sie vom Güterzug auf den Lastwagen gehievt werden. Ein "niedriger einstelliger Millionenbetrag" wurde investiert, hieß es Anfang des Jahres von Transnet.
Die Umladestation ist fertig. Das hat für diese Transporte aber nichts genutzt, weil die Bahnstrecke noch bis diesen Sonntag, 15. Dezember, wegen Bauarbeiten gesperrt ist. Hätte man dann nicht die wenigen Tage warten können? Eine Verschiebung der Lieferung sei nicht möglich, hieß es auf Nachfrage. Weitere fünf Trafo-Transporte sind geplant. Sie sollen wieder aufs Gleis gesetzt werden.
Kommentare öffnen

Stimme.de
Kommentare