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Leuchtturmprojekt
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Stadtsiedlung Heilbronn plant deutschlandweit einmaliges Lehmhaus im Neckarbogen

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Die Stadtsiedlung Heilbronn will erneut Maßstäbe mit dem Einsatz alternativer Baustoffe setzen. Die Wohnungen im Lehmhaus im Neckarbogen richten sich an eine eher betuchte Kundschaft. 


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Der zunächst abstrakte Titel European Green Capital 2027 gewinnt in Heilbronn an Konturen. Am Montag (9. März) gab die Stadt gemeinsam mit der Stadtsiedlung ein zentrales Leuchtturm-Bauprojekt bekannt, das im Rahmen der Auszeichnung realisiert werden soll: Im Neckarbogen wird ein Lehmhaus errichtet. 

Wohngebäude im Heilbronner Neckarbogen: Deutschlandweit einmalige Bauweise 

„Schon zur Bundesgartenschau 2019 hat die Stadtsiedlung mit dem Holzhochhaus Skaio Maßstäbe gesetzt. Heute geht die Stadtsiedlung diesen Weg konsequent weiter“, betonte Oberbürgermeister Harry Mergel, der gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtsiedlung ist. Wie beim Holzhochhaus werde wieder mit alternativen Baustoffen experimentiert. Dabei zeige sich: „Nachhaltiges Bauen und architektonische Qualität schließen sich nicht aus – im Gegenteil.“ 

So ähnlich soll das Lehmhaus im Neckarbogen mal aussehen. Die Fassade wird sich aufgrund der geplanten Holzverkleidung allerdings noch optisch verändern.
So ähnlich soll das Lehmhaus im Neckarbogen mal aussehen. Die Fassade wird sich aufgrund der geplanten Holzverkleidung allerdings noch optisch verändern.  Foto: © haascookzemmrich

Stadtsiedlungs-Geschäftsführer Dominik Buchta nannte weitere Details zu dem geplanten mehrgeschossigen Wohngebäude. „Es ist nach unserer Kenntnis bislang in Deutschland noch kein vergleichbares Projekt realisiert worden. Es wird weit über die Stadt hinaus strahlen“, machte er das Alleinstellungsmerkmal deutlich.

Lehmhaus in Heilbronn wäre bei Abriss komplett recyclebar 

Errichtet wird das Gebäude aus Lehmziegelsteinen. Die Decken bestehen aus Holzbalken, die wie bei einem Grillrost angeordnet sind. Die Zwischenräume werden wiederum mit Lehm gefüllt. Die Außenwände des Gebäudes erhalten eine zusätzliche Holzverkleidung. „Die Bauweise ist so klimaneutral wie möglich“, sagt Buchta. Die Baustoffe ließen sich alle wieder in den Rohstoffkreislauf zurückführen. 

Das soll aber möglichst erst in 80 bis 100 Jahren geschehen. So lange soll das Lehmhaus mindestens halten. „Ob daraus eine Vervielfältigung dieser Bauweise erwächst, muss sich zeigen. Entscheidend ist, erst einmal zu zeigen, dass sich ein solches Haus realisieren lässt“, sagte Buchta. Es ist also offen, ob das Beispiel Schule macht und der Wohnungsbau mit Lehm in größerem Maße eine Zukunft besitzt

Im Gegensatz zu den zahlreichen geförderten Bauprojekten der Stadtsiedlung ist das Lehmhaus eher für eine betuchte Mieterschaft ausgelegt, da diese experimentelle Bauweise natürlich teuer ist. 




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