Hunderte Flaschen neben Glascontainer in Heilbronn: Entsorgungsbetrieb reagiert
Ekliger Anblick: In der Lohtorstraße in Heilbronn ist am Wochenbeginn kein Durchkommen zu den Glascontainern. Leere Wein-, Sekt- und Schnapsflaschen blockieren den Weg zu den überfüllten Behältern.
Was Meine-Stimme-Heimatreporterin Heidrun Rosenberger zum Wochenstart in der Heilbronner Lohtorstraße nahe des Käthchenhofs entdeckt, ist nicht nur unappetitlich, sondern auch ärgerlich: Die drei Altglas-Container – unterschieden nach Weiß-, Braun- und Grünglas – sind randvoll. Davor stehen auf dem Boden Hunderte leerer Flaschen. Vor allem solche, die ehemals Alkohol wie Sekt, Aperol, Campari oder Whiskey beinhaltet haben.
Doch damit nicht genug: Weiterer Müll wie Verpackungen, Kartons und Plastikkisten befindet sich ebenfalls dort. Die Heilbronnerin Heidrun Rosenberger ist empört: „Sollten die Flaschen umkippen und zerbrechen oder sogar auf die Straße und Gehwege gelangen, bedeutet das Gefahr für Passanten, Kinder und Tiere. Hier besteht dringend Handlungsbedarf.“

Überfüllte Glasabgabe in der Heilbronner Lohtorstraße: Remondis holt Flaschen ab
Die Heilbronner Entsorgungsbetriebe stellen auf ihrer Website klar: „Das Abstellen von Abfällen am Containerstandort ist verboten.“ Für diese illegale Müllentsorgung kann ein Bußgeld fällig werden. Sofern die Glascontainer randvoll sind, muss man das Altglas entweder mit nach Hause nehmen oder an einem anderen Container-Standort entsorgen. Wer das Glas dennoch neben den vollen Behältern abstellt, muss mit einer Geldstrafe von bis zu 1.000 Euro rechnen.

Am Donnerstag, 19. März, ist das Altglas verschwunden, die Glascontainer geleert, der Glasabgabe-Platz wieder in ordentlichem Zustand. Für die Entsorgung des Glases in der Heilbronner Lohtorstraße ist die Remondis Recycling GmbH & Co. KG zuständig. Markus Schüppen, Niederlassungsleiter von Remondis in Stuttgart erklärt, dass seine Mitarbeiter den Standort bereits am Mittwochmorgen geräumt haben.
Heilbronn: Teilweise mehrfache Glascontainer-Leerungen pro Woche
Schüppen: „Der Standort ist bekannt dafür, dass er sehr stark frequentiert ist und wird daher auch von uns mindestens einmal, oft jedoch zweimal pro Woche angefahren und geleert.“ Die Leerungsfrequenzen richten sich nach Erfahrungswerten: „Grundsätzlich sind die Touren bedarfsgerecht disponiert, sodass jeder Standort seiner Frequentierung entsprechend oft oder auch weniger oft, wenn es sich um einen Standort mit einem geringeren Erfassungsaufkommen handelt, angefahren wird.“

Im Heilbronner Stadtgebiet sei Remondis mit zwei Glassammelfahrzeugen unterwegs. Sofern das Remondis-Team Meldungen von überfüllten Glascontainern im Zuständigkeitsgebiet erreichen, könne man darauf rasch reagieren. „Oft schaffen wir das am selben Tag – oder spätestens am Tag darauf“, sagt Markus Schüppen. „Beistellungen von Altglas werden dann von uns mitgenommen, jedoch sind wir nicht für andere Abfälle wie zum Beispiel Sperr- oder Hausmüll zuständig.“
Heilbronn: Baustelle erschwert das Leeren der Glascontainer in der Lohtorstraße
Besonders herausfordernd bei den Glascontainern in der Heilbronner Lohtorstraße ist die derzeitige Verkehrssituation. „Dort befindet sich momentan eine Baustelle. Das hat die Anfahrt für unseren Lastwagen erschwert beziehungsweise zwischenzeitlich unmöglich gemacht“, erläutert Niederlassungsleiter Schüppen. Doch derzeit bieten die Container wieder Kapazität für allerlei Leergut nach dem Trinkgenuss.

Zwischenzeitlich ist es zudem nicht möglich gewesen, auf der Website der Heilbronner Entsorgungsbetriebe einen Abholtermin für Sperrmüll zu vereinbaren. Grund ist der Wechsel des Entsorgungsunternehmens zum 1. April.
Darüber hinaus bedeutete die Umstellung des Müll-Entsorgungssystems im Heilbronner Stadtgebiet zum Jahresbeginn einen großen logistischen Aufwand. Im Heilbronner Stadtgebiet sorgt auch immer wieder illegal abgelagerter Müll für Ärger.
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