Schon die Vision einer Seilbahn ist eine Bereicherung für Heilbronn
In Heilbronn sorgen neue Projekte für Strahlkraft, die die Stadt auf eine Ebene mit Paris hebt. In Neckarsulm hingegen wird nur ein Name reaktiviert, das eigentliche Glück bleibt aus.
Einmal Seilbahn und zurück: Die Reise der Heilbronner Delegation nach Paris hatte buchstäblich einen Höhepunkt. Was in der französischen Hauptstadt Teil des Nahverkehrs ist, soll auch in Heilbronn schweben – gerne mit derselben hohen Auslastung.
Das kann man sich schonmal vor Ort anschauen, um die Begeisterung hochzuhalten. Schließlich könnte es ja sein, dass der eine oder andere Entscheider nie in einer Gondel saß. Es ist ein Projekt, das Heilbronn direkt auf eine Ebene mit Paris stellt.

Seilbahn-Projekt in Heilbronn: Paris als Vorbild für urbane Mobilität
Auch wenn Kritiker bemängeln, dass die Seilbahn zwischen Ipai und Experimenta die Innenstadt oder neuralgische Punkte wie beispielsweise das Klinikum am Gesundbrunnen nicht anfahren wird, so bleibt der Blick aufs große Ganze entscheidend. Zudem taugt die Seilbahn eher zum Symbol des Fortschritts als die für viele immer noch etwas nebulöse KI.
Auch wenn die geplante Streckenführung vielleicht nicht die aktuellen Alltagswege der meisten Heilbronner widerspiegelt, so ist die Vision allein schon eine Bereicherung.
Audi A2 in Neckarsulm: Fast perfektes Erinnerungsglück in Neckarsulm
Nicht nur Audianer erinnern sich gern an einen kalten Novembertag des Jahres 1997 zurück: Wie ein Lauffeuer verbreitet sich damals die Nachricht, dass der Kleinwagen A2 im Unterland gebaut werden soll. Bis zuletzt ist das VW-Werk Mosel mit im Rennen um die Zukunftsaufgabe. Letztlich gibt das Know-how in Sachen Leichtbau den Ausschlag für Neckarsulm. Quasi über Nacht hat die Autofabrik in der Region neben den Oberklassemodellen A6 und A8 ein drittes Standbein.
Alles spricht für den A2: viel Platz, geringer Verbrauch, leichte Karosserie, alles top. Aber kaufen wollte das Modell trotzdem nur wenige – 2005 bereits wird die Produktion eingestellt. Immerhin genießt der A2 heute Kultstatus, und der Name kommt in naher Zukunft als Elektroversion zurück. Nur eben leider nicht nach Neckarsulm, damit wäre das Erinnerungsglück perfekt gewesen.
Medienbildung an Grundschulen: Warum Projekte wie Zig heute wichtiger sind denn je
Nach den Osterferien erwartet Hunderte Viertklässler in der Region wieder ein ganz besonderes Projekt: Die Redaktion bringt mit Zig Medien in die Grundschule. Und das seit mehr als 20 Jahren.

Zum Auftakt der aktuellen Runde kommen die Lehrer in dieser Woche auf dem Bildungscampus bei der AIM zusammen, um sich über Möglichkeiten und Grundlagen der Medienbildung auszutauschen. Die ist in unserer schnelllebigen Zeit, in der News rund um die Uhr verfügbar und von Konsumenten oft eher gewischt statt gelesen werden, wichtiger denn je. So steht es nicht nur im Bildungsplan, es sollte auch selbstverständlich sein, Kindern Orientierung und Hilfestellung beim Umgang mit Medien zu geben.
Bei Zig geht es um Quellen, Journalisten und Nachrichten, aber auch um Freude am Lesen, Verstehen und Diskutieren. Fast 140 vierte Klassen bekommen nach Ostern sechs Wochen lang die Zeitung, hören Podcast, lernen Redaktion und Druckhaus kennen. Und haben hoffentlich jede Menge Spaß dabei.
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Stimme.de
Kommentare
am 19.03.2026 06:20 Uhr
Ein Symbol der Vernunft wäre, wenn eine Kommune dafür sorgt, dass ihre bestehenden Einrichtungen wie z.B. Schulen, Straßen, Brücken und öffentliche Gebäude ordentlich saniert wären und man als Bürger bei Verwaltungsgeschäften nicht Bittsteller ist sondern Kunde.
Mehr als ein Symbolischer Akt wäre auch dafür zu sorgen, dass Wohnen in Heilbronn auch wieder für normal Verdiener bezahlbar wird. Seilbahnprojekte mit Strahlkraft schaffen weitere strukturelle Defizite im städtischen Haushalt und führen zu nur noch höheren Steuern und Abgaben.
Ich vermiete 2 Wohnungen in Heilbronn-Ost an Familien mit Kindern weit unter der Vergleichsmiete. Nach der Grundsteuerreform hat sich diese fast verdreifacht. Preistreiber beim Wohnen sind nicht die Vermieter die oft weit über 30 % an Einkommensteuer auf Mieteinnahmen bezahlen sondern auch die hohen Abgaben auf Energie.
Haltet das Leben für normale Bürger in Heilbronn erschwinglich und baut keine Luftschlösser auf deren Kosten.
Jürgen Mosthaf