Einbrüche, Drogenhandel: Mutmaßlicher Heilbronner Messerstecher vielfach vorbestraft
Bei den Gerichten ist der 47-jährige Angeklagte bereits Dauergast. Seine mutmaßliche Tat in der Heilbronner Innenstadt ist ein neuer, vorläufiger Tiefpunkt der kriminellen Lebensführung.
Heute muss er sich vor dem Heilbronner Landgericht wegen mutmaßlichen versuchten Totschlags verantworten. Polizeilich in Erscheinung getreten ist der Angeklagte, ein 47-jähriger Heilbronner, aber schon zuvor. Und zwar mehrfach, als er noch in Oberschwaben gelebt hat.
Er stahl Wodka und Lebensmittel aus Supermärkten. Kleidung und einen DVD-Player hatte er aus einem Geschäft mitgenommen, ohne zu bezahlen. Er setzte sich hinters Steuer, obwohl er keinen Führerschein hatte. Polizisten beschimpfte er mit wüsten Beleidigungen. Er dealte mit Heroin. Und als er die Mutter seiner Freundin attackieren wollte, verletzte er gleich noch einen Mann, der den Streit zu schlichten versuchte.
Heilbronner Landgericht: Angeklagter finanzierte Drogensucht mit Einbrüchen
Beim Amtsgericht Memmingen war ein heute 47-jähriger Heilbronner Dauergast. Als der aus Usbekistan stammende Mann noch in Oberschwaben lebte, fiel er vor allem in den ersten Jahren nach der Jahrtausendwende strafrechtlich auf. Mehrfach erhielt er Geldstrafen, saß mehrere Jahre im Gefängnis. Aber auch schon vor seinem Umzug im Jahr 2000 nach Deutschland wurde der Ledige, der mittlerweile die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, in Usbekistan straffällig.
Von 1996 bis 1999 saß er wegen Wohnungseinbrüchen im Gefängnis. Laut eigener Aussage versuchte er, mit den Taten seinen Alkohol- und Drogenkonsum zu finanzieren. Bereits als Jugendlicher habe er regelmäßig Wein, Wodka und Bier getrunken sowie Cannabis, Opium und Heroin konsumiert.

Heilbronner Innenstadt: Messerstecherei nach Dauerstreit?
Immer wieder abgebrochene Ausbildungen und Arbeitsverhältnisse sowie Rückfälle nach Entzugsversuchen prägten lange das Leben des heute 47-Jährigen. Zu einem bisherigen Tiefpunkt der Abwärtsspirale kam es mutmaßlich am Abend des 15. November 2024: Aufgrund sich wiederholender Streitigkeiten mit dem in der Wohnung unter ihm lebenden Pärchen in einem Mehrparteienhaus in der Heilbronner Innenstadt, soll der Vorbestrafte dem Paar im Treppenhaus aufgelauert haben.
Nach einer Rangelei soll der 47-Jährige seinen Hausgenossen mit einer 15 Zentimeter langen Klinge in der Innenstadt von Heilbronn schwer verletzt haben. Nur eine Notoperation konnte offenbar das Leben des Geschädigten retten. Der 47-Jährige muss sich daher vor dem Landgericht wegen mutmaßlichen versuchten Totschlags verantworten. Zu den Tatvorwürfen hat er sich während des Prozesses noch nicht geäußert.
Nach sechs Verhandlungstagen ging in dieser Woche ein Prozess am Heilbronner Landgericht gegen eine sechsköpfige kriminelle Bande Drogensüchtiger mit einem überraschenden Urteil zu Ende.
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