Stimme+
Strafverfahren beendet
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Grausamer Tod von Kater Emil: Neuer Tatverdächtiger meldet sich

   | 
Lesezeit  1 Min
Erfolgreich kopiert!

Im Fall des getöteten Katers Emil aus Eppingen gibt es eine überraschende Wende: Der beschuldigte Nachbar bleibt freigesprochen – und plötzlich rückt eine andere Person in den Fokus.

von Lisa Könnecke und dpa

Externer Inhalt

Dieser externe Inhalt wird von einem Drittanbieter bereit gestellt. Aufgrund einer möglichen Datenübermittlung wird dieser Inhalt nicht dargestellt. Mehr Informationen finden Sie hierzu in der Datenschutzerklärung.

Katzenschreie um Leben und Tod habe Emil von sich gegeben – so schilderten es die Besitzer des grau-weißen Katers im vergangenen Jahr vor Gericht. Minutenlang soll der Kater geschrien und gezappelt haben, bevor er verendete. Emil kam im September 2021 in Eppingen auf grausame Weise ums Leben – gefangen in einer Schlagfalle auf dem Nachbargrundstück.

Der Fall hat viele Menschen bewegt und bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Nun ist klar: Das Strafverfahren gegen den beschuldigten Grundstücksbesitzer ist endgültig beendet. Die Staatsanwaltschaft hat ihre Berufung zurückgezogen, wie das Landgericht Heilbronn mitteilt. Der Freispruch bleibt damit bestehen.

Getöteter Kater Emil: Staatsanwaltschaft geht zunächst in Berufung 

Das Amtsgericht Heilbronn sprach den Mann bereits im Mai 2023 frei. Der Grund: Es konnte nicht eindeutig bewiesen werden, dass er die Falle wirklich selbst aufgestellt hatte.

Die Staatsanwaltschaft war mit dem Freispruch zunächst nicht einverstanden und ging in Berufung. Deshalb wurde der Fall noch einmal am Landgericht Heilbronn verhandelt. Es gab einen ersten Termin mit Zeugenaussagen im Oktober 2024. Ein zweiter Verhandlungstag war bereits geplant.

Der Fall „Kater Emil“ ist abgeschlossen, zumindest vor Gericht.
Der Fall „Kater Emil“ ist abgeschlossen, zumindest vor Gericht.  Foto: Archiv/privat

Doch dann gab es neue Erkenntnisse. Die Staatsanwaltschaft ließ den Vorwurf gegen den Angeklagten schließlich fallen und nahm die Berufung zurück. Außerdem gibt es eine überraschende Wende: Wie die Behörde mitteilte, habe sich eine Person gemeldet. Sie habe gestanden, für den Tod des Katers verantwortlich zu sein. Gegen sie wurde ein Verfahren eingeleitet. Die Ermittlungen laufen. Weitere Details nennt die Staatsanwaltschaft nicht, weder zur Person noch zum Fall.

Kritik von Peta: „Fall Emil ist ein Appell an die Bundesregierung“

Kritik kam letztes Jahr unter anderem auch von der Tierschutzorganisation Peta, die neben dem Besitzer ebenfalls Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Heilbronn wegen Tiertötung und Tierquälerei gestellt hatte.

Peter Höffken, Fachreferent fürs Thema Jagd, sagte damals: „Der Fall Emil ist ein Appell an die Bundesregierung, ein Nutzungs- und Verkaufsverbot von Schlagfallen auf den Weg zu bringen. Jedes Jahr sterben bundesweit tausende Katzen, Füchse und Marder unter unvorstellbaren Schmerzen. Fälle wie der von Kater Emil geben diesen Tieren ein Gesicht.“




Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben