So oft löst die Videoüberwachung am Heilbronner Marktplatz Polizeieinsätze aus
Die Polizei hat den Heilbronner Marktplatz mit Videokameras im Blick. Wie oft die Überwachung zu Polizeieinsätzen führt – und was die Beamten vor Ort festgestellt haben.
Wer über den Heilbronner Marktplatz läuft, kann sie kaum übersehen: Die großen Kameras, die den Platz in alle Richtungen filmen. Seit September 2025 ist die Videoüberwachung der Heilbronner Polizei hier aktiv. Die Beamten beobachten das Geschehen montags bis freitags von 14 bis 21 Uhr sowie an Samstagen zwischen 20 und 2 Uhr.
Die Maßnahme wurde ergriffen, weil der Marktplatz in diesen Zeiten als Kriminalitätsschwerpunkt gilt. Geregelt ist sie im Landes-Polizeigesetz, eine Videoüberwachung in der Innenstadt gibt es auch in anderen Städten wie Stuttgart oder Mannheim.
Am Mittwoch (4. Februar) will der Landtag nun das Landesdatenschutzgesetz ändern: Die Reform erleichtert es Städten und Gemeinden, Orte wie Schwimmbäder, Sportgelände oder Kultureinrichtungen mit Kameras zu überwachen.
Videoüberwachung: Wie oft die Polizei zum Heilbronner Marktplatz ausrückt
Doch wie oft muss die Polizei ausrücken, wenn sie auf den Kameras etwas Verdächtiges beobachtet? Die Zahlen teilt Annika Schulz, Sprecherin des Heilbronner Polizeipräsidiums, auf Anfrage unserer Redaktion mit. Demnach gab es seit Beginn 116 Fälle, in denen eine Polizeistreife aufgrund der Kamerabilder losgeschickt wurde.
„Davon wurden in elf Fällen Straftaten und in acht Fällen Ordnungswidrigkeiten angezeigt. Insgesamt kam es in diesem Zusammenhang zu 13 Platzverweisen.“ In allen übrigen Fällen habe die Streife vor Ort festgestellt, dass keine Anzeige nötig ist.
Videoüberwachung am Heilbronner Marktplatz: Auswertung der Polizei
Klar sei, dass die Videoüberwachung ein Eingriff in die Grundrechte unbeteiligter Menschen ist. „Daher ist diese Maßnahme so grundrechtsschonend wie möglich umzusetzen“, so Schulz.
Die Überwachungszeiten seien aufgrund der Straftaten in der Kriminalstatistik in Zusammenarbeit mit dem Landesdatenschutzbeauftragten festgelegt worden. Eine Auswertung der Videoüberwachung wird es im Zuge der Polizeilichen Kriminalstatistik 2025 geben, die im Februar erwartet wird.
„Grundsätzlich ist die Videoüberwachung aus unserer Sicht ein wichtiger Baustein des Gesamtkomplexes ’Sicheres Heilbronn’, um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger im öffentlichen Raum weiter zu verbessern“, sagt Polizeisprecherin Annika Schulz.
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