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Immobilienpreise in Heilbronn: Das sind die teuersten und günstigsten Stadtteile

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Wie ist aktuell die Lage auf dem Immobilienmarkt in Heilbronn? Wie entwickeln sich die Preise? Die Stadt und ein Heilbronner Makler ordnen die aktuelle Situation ein. 


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Die Immobilienpreise sind im Jahresverlauf 2025 kontinuierlich gestiegen, besonders in Großstädten und kreisfreien Städten zogen laut Experten die Preise für Wohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser an.

Etwas entspannter sah es dabei auf dem Markt im ländlichen Raum aus. Für 2026 wird bei den Immobilienpreisen Stagnation auf hohem Niveau erwartet. Doch wie sieht es in Heilbronn aus?

Immobilienpreise in Heilbronn: Einflüsse durch Schwarz-Gruppe, Universität, Ipai

Thomas Sinn ist Fachmakler in Heilbronn. Er sagt: „Heilbronn ist ein volatiler Markt, der sich aktuell sehr stark verändert.“ Sinn nennt den Einfluss der Schwarz-Gruppe, der Universität und des KI-Innovationsparks Ipai. Die Preise für Immobilien seien wieder langsam gestiegen, die Nachfrage sei weiterhin gut.

„Es wird weiter gekauft, wenn die Modalitäten stimmen. Doch man ist vorsichtiger geworden“, sagt Sinn und spricht auch von den Auswirkungen vieler globaler Krisenherde, von Kriegen und der Inflation. Heilbronn habe aber eine gewisse Dynamik, „durch die vielen Dinge, die hier passieren“. 

Heilbronn: Wohnungen in Biberach, Klingenberg und Kirchhausen am günstigsten 

Die Geschäftsstelle wertet aktuell die Kaufpreissammlung für das Jahr 2025 in Heilbronn aus, berichtet Marisa Röder-Sorge, Leiterin der Geschäftsstelle und Vorsitzende des Gutachterausschusses der Stadt Heilbronn, in einer schriftlichen Antwort auf Stimme-Nachfrage. Erste Ergebnisse würden zeigen, dass die Anzahl der Kaufverträge über dem Niveau von 2024 liege, was maßgeblich auf den Anstieg der Verkäufe von Eigentumswohnungen zurückzuführen sei. Im Bereich der Eigentumswohnungen sei auch ein leichter Anstieg der Verkaufspreise im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen, heißt es weiter. 

Laut Röder-Sorge sind aktuell die Immobilienpreise in der Heilbronner Kernstadt am höchsten. Das Niveau in den Stadtteilen Böckingen, Frankenbach, Horkheim, Neckargartach und Sontheim sei in etwa vergleichbar und liege unter dem Niveau der Kernstadt. In den Stadtteilen Biberach, Klingenberg und Kirchhausen sei das Preisniveau noch einmal niedriger als in den restlichen Stadtteilen.

Hohe Verkaufspreise im Heilbronner Neckarbogen

Im Heilbronner Immobilienbericht 2025, der beim Vermessungs- und Katasteramt erhältlich ist, heißt es, dass der Immobilienmarkt wieder „Fahrt aufgenommen“ habe - sowohl die Anzahl der Kaufverträge als auch der Umsatz seien gestiegen. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für neue Eigentumswohnungen nahm demnach im Vergleich zum Vorjahr um etwa 30 Prozent zu und betrug 6900 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Grund für den großen Anstieg seien die hohen Verkaufspreise im Neckarbogen. Ohne die Verkäufe im Stadtquartier Neckarbogen betrug der durchschnittliche Wohnflächenpreis für Neubaueigentumswohnungen laut Bericht 5910 Euro/m². 

Zahlen enthält der Bericht auch zu den durchschnittlich gezahlten Preisen für freistehende Ein- bis Zweifamilienhäuser in der Kernstadt, diese betrugen im beobachtenden Jahr 4772 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Ein Vergleich mit dem Vorjahr sei aber schwierig, da im Jahr 2023 viele untypische Objekte mit kleinem Grundstück und wenig Wohnfläche verkauft wurden. Im Jahr 2024 entsprächen die verkauften Objekte wieder dem langjährigen Durchschnitt.

Deutlich weniger hatten Käufer der gleichen Immobilienkategorie in den Stadtteilen zu zahlen. Hier beliefen sich die durchschnittlich gezahlten Preise für freistehende Ein- bis Zweifamilienhäuser auf 3369 Euro pro Quadratmeter, der Wert sei im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Eigenschaften der verkauften Immobilien läge ein bereinigter Preisrückgang von etwa fünf Prozent vor.

Leichter Preisrückgang bei Doppel- und Reihenendhäusern in Heilbronner Kernstadt

Wie es bei den Doppel- und Reihenendhäusern aussieht? Es liege ein bereinigter Preisrückgang von rund sechs Prozent in der Kernstadt und rund einem Prozent in den Stadtteilen vor. Der durchschnittliche Preis pro Quadratmeter Wohnfläche beträgt demnach in der Kernstadt 3790 Euro, in den Stadtteilen 3409 Euro.

„Es werde deutschland- und europaweit gesehen, dass sich dieser Standort positiv entwickelt“, sagt Makler Thomas Sinn, der deswegen lang- bis mittelfristig eine gute Prognose erwarte. Heilbronn und die Region sei in einem Transformationsprozess und deshalb auch für Kapitalanleger im Immobilienbereich interessant. Sinn berichtet von vielen externen Investoren aus Deutschland, aber auch aus dem europäischen Ausland.




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