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Große Tribüne in der Innenstadt
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Hochsprung Heilbronn: Helfer schleppen Tausende Kilogramm auf den Marktplatz

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Zuschauer erleben am Wochenende Spitzenathleten beim Hochsprung Heilbronn auf dem Marktplatz. Damit Weltklasse-Leistungen möglich sind, arbeiten seit Tagen zahlreiche Helfer in der Stadtmitte.


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Peter Wieland gilt als ein Helfer beim Hochsprung Heilbronn, der täglich als Erster kommt und als Letzter geht. Was auch seiner Aufgabe geschuldet ist, er fährt den Gabelstapler über den Marktplatz. In einem der Vorjahre wurde die Distanz gemessen, die er für den Spitzensport in einer Woche zusammenbekommt. 45 Kilometer seien es damals gewesen, und das nur auf dem kleinen Bereich vor dem Heilbronner Rathaus.

Die Tribüne steht, Helfer montieren gerade auf ihr 1500 Sitze, und Peter Wieland ist mit seinen Gedanken schon beim Abbau am Sonntag. Mit dem Stapler platziert er Holzkisten am Rand übereinander – in einer Reihenfolge, damit beim Abbau alles glattläuft. „Der Zusammenhalt ist gigantisch“, begründet Peter Wieland sein Engagement in den Tagen vor dem Hochsprung-Wettkampf. „Es macht Spaß.“


Helfer bei Hochsprung Heilbronn: Teilweise sind sie täglich bis zu 15 Stunden vor Ort

Dieses Lob aus dem Mund von Peter Wieland hat besondere Bedeutung: Er gehört zu den Helfern des TSV Untergruppenbach, die der TSG Heilbronn bei diesem Großereignis gern unter die Arme greifen. Viel Zeit verbringt er in Heilbronn. „Die Tage gehen schon schnell rum“, sagt Peter Wieland, „auch wenn ich zehn bis 15 Stunden da bin.“

Leichtathleten der TSG Heilbronn bringen sich ehrenamtlich genauso mit ein wie die Kanuten. Das Technische Hilfswerk aus Heilbronn und Weinsberg rückte an, um im Rahmen einer Übung die kleinere Tribüne direkt vor der Rathaustreppe  zu montieren.


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Mehrere Generationen packen im Vorfeld mit an

Auf Helfer, insgesamt sind es 25, können sich die Verantwortlichen um Thomas Mohn und Jacob Denzel verlassen. Es ist eine Truppe, die über Jahrzehnte zusammengewachsen ist, angefangen schon während der Hochsprung-Zeiten in Eberstadt. Mittlerweile helfen junge Erwachsene mit, die einst im Kinderwagen zum Hochsprung geschoben worden seien, erzählt Hochsprung-Urgestein Thomas Mohn.

Endspurt ist am Mittwoch angesagt, die Helfer liegen gut in der Zeit. Was auch dem Umstand geschuldet ist, dass für gut 100.000 Euro in eine spezielle Unterkonstruktion mit teilweise verstärkten Platten für Anlauf-, Absprung- und Matten-Bereich investiert worden sei. Bis zum Vorjahr seien es drei unterschiedliche Gerüste gewesen, auf denen die Sportler unterwegs waren. Jetzt sieht alles optisch gleich aus, freuen sich Thomas Mohn und Jacob Denzel. 

Publikum rückt näher ans Geschehen für ein intensiveres Wettkampferlebnis

Das ist nicht die einzige Neuerung, die auf Zuschauer und Athleten zukommt. Das Publikum ist am Wochenende noch dichter am Geschehen dran, weil das Geländer um den Wettkampf-Bereich weg und auch die Sicht damit besser ist.

Auf den letzten Metern des Aufbaus geht es besonders genau zu. Der blaue Belag, mehrere Tonnen schwer, muss verlegt werden. „Das ist das Tüpfelchen auf dem i“, sagt Jacob Denzel. „Das Entscheidende ist, dass er liegen bleibt“, betont Thomas Mohn. Gerade beim Absprung ist dies entscheidend. Hier treten Sportler teilweise mit einem Druck von bis zu 1,5 Tonnen auf.


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Worauf es beim blauen Belag ankommt

Verrutschen darf nichts. In den letzten Jahren haben die Ehrenamtlichen deshalb 800 Meter doppelseitiges Klebeband benutzt, erzählen die Verantwortlichen. In diesem Jahr hoffen sie, dass nur auf den letzten acht Metern vor dem Absprung damit nachgeholfen werden muss.

Entspannt den Athleten beim Wettkampf zuschauen und sie anfeuern, das werden Thomas Mohn und Jacob Denzel nicht. Thomas Mohn erinnert sich sogar an Vorjahre, in denen er später nachlesen musste, wer überhaupt gewonnen hat. Grund: Sie blicken so gut wie immer auf die eigens aufgebaute Konstruktion, auf der die Sportler antreten. Wackelt etwas, ist alles stabil?

Der Aufwand ist es den Helfern wert. Spitzensport mitten in der Stadt, zwischen Rathaus und Kilianskirche: „Es passt hier alles“, sagt Thomas Mohn.




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