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Hausärztin verlässt Heilbronn-Biberach – hätte sie doch bleiben können?

  
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Während die Stadt Heilbronn eine intensive Unterstützung betont, spricht die Biberacher Ärztin von fehlenden Perspektiven und zieht nach Bad Rappenau. Warum kam es dann zu keiner Einigung?


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Die Stimmung in Biberach und Kirchhausen ist getrübt – zumindest, was die hausärztliche Versorgung betrifft. Innerhalb kürzester Zeit haben zwei Ärzte die Heilbronner Stadtteile verlassen und sind nach Bad Rappenau gezogen. Mark Glasauer praktiziert nun im Teilort Fürfeld. Auch Anna Friederike Hund aus Biberach wird langfristig nach Bonfeld wechseln. Bis die neuen Praxisräume dort saniert sind, praktiziert sie übergangsweise ebenfalls in Fürfeld.

Lange war unklar, ob sie und ihr Team überhaupt weitermachen können. „Die Nerven lagen blank“, sagt die 71-Jährige rückblickend auf viele Monate voller Unsicherheit. „Ich bedaure, dass sich vor Ort keine Lösung finden ließ.“

Hausärztin verlässt Biberach: Stadt Heilbronn spricht von mehreren Vorschlägen 

Die Stadt Heilbronn hingegen verweist auf mehrere Alternativen und eine intensive Unterstützung. Michael Scheerle, Leiter des Städtischen Gesundheitsamts, erklärt auf Stimme-Anfrage, dass intensive Gespräche geführt worden seien und die Stadt sie „auf vielfältige Weise bei der Suche nach neuen Räumlichkeiten unterstützt“ habe.

Unter anderem seien Praxisräume in der Innenstadt sowie eine weitere Immobilie in Biberach angeboten worden. Außerdem sei durch Initiative der Stadt die Möglichkeit geschaffen worden, in eine bestehende Biberacher Praxis mit einzuziehen. Letztlich habe sich Frau Hund gegen jene Angebote entschieden.

„Die Situation bedrückt Biberach“ – Bürger sehen hausärztliche Versorgung in Gefahr

In Biberach jedenfalls ist die Stimmung angespannt. Sigfried Dodenhöft, der in Biberach geboren wurde, dem Ort bis heute verbunden ist und rund 30 Jahre im Bezirksbeirat aktiv war, meldet sich besorgt bei unserer Zeitung. Er und andere Biberacher sehen die hausärztliche Versorgung in Gefahr, sagt er.

„Die Situation bedrückt den Ort. Besorgte Biberacher sprechen mich an.“ Dass Biberach und Kirchhausen – gemeinsam rund 10.000 Einwohner – nun nur noch über einen ortsansässigen Hausarzt verfügen, sei kritisch.




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