Stimme+
SGV Freiberg
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Heilbronn rüstet Frankenstadion für 3. Liga: Rasenheizung, Flutlicht, mehr Sitze

   | 
Lesezeit  2 Min
audio Anhören
Erfolgreich kopiert!

Heilbronner Gemeinderat entscheidet am 26. März über drittligatauglichen Ausbau des Frankenstadions. Laufbahn-Sanierung wird erst einmal zurückgestellt.


Externer Inhalt

Dieser externe Inhalt wird von einem Drittanbieter bereit gestellt. Aufgrund einer möglichen Datenübermittlung wird dieser Inhalt nicht dargestellt. Mehr Informationen finden Sie hierzu in der Datenschutzerklärung.

Erlebt Heilbronn die glorreiche Rückkehr des großen Fußballs? Wird die einst große Vergangenheit mit Zweitliga-Fußball Mitte der 70er Jahre mehr als fünf Jahrzehnte später um neue Kapitel erweitert? Was beschlossen ist: Der aktuelle Regionalliga-Tabellenführer SGV Freiberg wird ab der nächsten Saison seine Heimspiele im Heilbronner Frankenstadion bestreiten - unabhängig davon, ob der Aufstieg in die 3. Liga gelingt.

„Mit der vorhandenen Infrastruktur im Frankenstadion haben wir eine sehr gute Grundlage, Heimat für hochklassigen Fußball mit einer Strahlkraft weit über die Stadt hinaus zu werden“, ist Oberbürgermeister Harry Mergel überzeugt.

SGV Freiberg im Heilbronner Frankenstadion: Aalen und Großaspach waren ebenfalls im Gespräch 

Die ambitionierten Freiberger hatten in den vergangenen Monaten ihre Fühler ausgestreckt, um eine neue Heimspielstätte zu finden. „Wir werden durch unsere eigene Stadt vertrieben“, hatte SGV-Präsident Emir Cerkez kürzlich gegenüber der „Ludwigsburger Kreiszeitung“ geäußert. Es sei keine Bereitschaft vorhanden, die bisherige Spielstätte zu sanieren, um weiterhin viertklassigen oder gar drittklassigen Fußball zu ermöglichen. Als mögliches Ausweichquartier war auch Aalen im Gespräch. Heilbronn machte jetzt aber das Rennen. 

„Der Verein wird künftig auch Heilbronn im Vereinsnamen tragen“, stellte Mergel klar. Für den OB eine Selbstverständlichkeit, da ja ein dauerhafter Verbleib der Freiberger geplant ist und kein Intermezzo wie von 2009 bis 2011 mit der SG Sonnenhof Großaspach. Zudem wird das Team aus dem Landkreis Ludwigsburg eine Stadionmiete entrichten, deren Höhe noch ausverhandelt werden muss. Das Frankenstadion bis Ende August drittligatauglich zu bekommen, wird allerdings eine ambitionierte Aufgabe. 

Ab Spätsommer gibt es im altehrwürdigen Frankenstadion mindestens Viertliga-Fußball zu sehen.
Ab Spätsommer gibt es im altehrwürdigen Frankenstadion mindestens Viertliga-Fußball zu sehen.  Foto: Berger, Mario

Gemeinderat hat bereits im Dezember den Bau einer Flutlichtanlage beschlossen

Zwar hat der Gemeinderat bereits im Dezember beschlossen, dass die Stadt einen Förderantrag für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ stellen soll, um Mittel zum Bau einer Flutlichtanlage und zur Sanierung der Laufbahn zu erhalten. Zusammen mit der Umwandlung des Naturrasens in Sontheim-Ost zu einem Kunstrasenplatz waren Investitionen in Höhe von 4,2 Millionen Euro veranschlagt worden. Knapp die Hälfte - 1,9 Millionen - sollen über das Förderprogramm finanziert werden.

Damit ist es jetzt aber nicht getan. Für den Spielbetrieb in der 3. Liga muss zwingend eine Rasenheizung eingebaut werden, die zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen betrieben wird. Das ist laut Stadt möglich, ohne den erst im Jahr 2023 neu verlegten Rasen komplett herausreißen zu müssen.


Mehr zum Thema


Stahlrohrtribüne soll für die nötige Sitzplatzzahl sorgen 

Die vorhandene Sitzplatzkapazität muss von rund 1200 auf 2000 erweitert werden. Dazu wird eine Stahlrohrtribüne gegenüber der Haupttribüne errichtet werden. Der Anforderungskatalog „Statut 3. Liga“ des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) umfasst auf 150 Seiten allerdings noch zahlreiche weitere infrastrukturelle Vorgaben - von Banden über einen VIP-Bereich bis hin zu den technischen Voraussetzungen für die Live-TV-Berichterstattung.

Bereits in der nächsten Gemeinderatssitzung am 26. März soll ein Beschluss zu den Baumaßnahmen gefasst werden. Die Sanierung der Laufbahn wird darin erst einmal zurückgestellt werden, um die für den Fußball-Spielbetrieb nötigen Baumaßnahmen rechtzeitig verwirklichen zu können. Einschränkungen für den Schulsport soll es keine geben. 




Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben