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Hansa Rostock, 1860 und Co. – wie das Frankenstadion für Traditionsklubs gerüstet ist

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Heilbronn rechnet bei einem möglichen Aufstieg des SGV Freiberg mit Gästefans von Traditionsklubs wie Hansa Rostock, 1860 und Co. im Frankenstadion. Wie kann die Sicherheit gewährleistet werden?


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In der 3. Fußball-Liga tummeln sich eine ganze Reihe Traditionsclubs. Der MSV Duisburg, 1860 München, Hansa Rostock, Waldhof Mannheim oder Rot-Weiss Essen. Je nachdem, wer aus der 2. Bundesliga absteigt, könnten auch noch Dynamo Dresden oder der 1. FC Magdeburg dazukommen.

Und je nachdem, ob Regionalligist SGV Freiberg den Aufstieg in die 3. Liga schafft, werden die genannten Teams mit ihren zahlreichen Fans im Laufe der nächsten Saison zu Gast im Heilbronner Frankenstadion sein.

Traditionsclubs wie Hansa Rostock, 1860 und Co.: Warum im Heilbronner Frankenstadion bald Fanmassen erwartet werden

Denn der SGV Freiberg wird dann unter dem neuen Namen SGV Heilbronn-Freiberg seine Heimspiele im Frankenstadion austragen. Nach dem 1:0-Erfolg der Freiberger am Dienstagabend im Nachholspiel gegen Eintracht Trier hat der Tabellenführer bereits vier Punkte Vorsprung auf Verfolger SG Sonnenhof Großaspach. Zwölf Partien stehen noch aus. 

Spiele der 3. Liga im Heilbronner Frankenstadion? Ausreichend Parkplätze auf der Theresienwiese 

Um tatsächlich Drittliga-Fußball im in die Jahre gekommenen Frankenstadion zu ermöglichen, sind eine Reihe von Baumaßnahmen nötig, etwa die Errichtung von Flutlichtmasten und der Einbau einer Rasenheizung. Wäre das Stadion aber auch bereit für den Ansturm tausender Gästefans? Ließe sich die Sicherheit für die Zuschauer gewährleisten? 

Auf diese Frage blickt man bei der Stadt Heilbronn gelassen. Sowohl Oberbürgermeister Harry Mergel als auch sein Büroleiter Jens Boysen betonen die gute Verkehrsanbindung des Stadions. Größere Fangruppen könnten in einem von der Polizei begleiteten Marsch vom Hauptbahnhof zum Frankenstadion geleitet werden. Dank separater Eingänge könnten die Fangruppen strikt getrennt gehalten werden. Parkplätze wären auf der Theresienwiese ausreichend vorhanden. Als die Sport-Union Neckarsulm 2013 ihr DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern in Heilbronn austrug, gab es trotz der mehr als 3000 aus der Pfalz angereisten Gästefans keinerlei Probleme.

Umgang mit Risikospielen: Freundliche Begrüßung für Lauterer Fans in Großaspach

Selbst in wesentlich schlechter angebundenen Stadien wie in Großaspach oder Hollenbach sind in der Vergangenheit Risikospiele ohne größere Schwierigkeiten über die Bühne gebracht worden. Beispielhaft sei an die mehr als 4000 friedlichen Dresdner Fans im Jahr 2014 in Großaspach erinnert, die ihr Team zu einem 3:1-Sieg bei der damals drittklassigen SG Sonnenhof trieben. Rund 6500 Anhänger des 1. FC Kaiserslautern wurden 2018 auf dem Weg in die Mechatronik-Arena sogar mit Zetteln freundlich begrüßt: „Schön, dass ihr den Weg nach Aspach gefunden habt. Wünschen Euch eine tolle Drittliga-Saison mit packenden Spielen und vielen Punkten.“ Vor dem Spiel wurde sogar die Lauterer Vereinshymne gespielt.

In Hollenbach herrschte anno 2011 Großkampftag in Sachen Sicherheit, wie die Hohenloher Zeitung schrieb. Ein Oberliga-Heimspiel gegen Waldhof Mannheim stand bevor. Der Großteil der rund 350 Gäste-Anhänger waren in eine Art riesigen Laufstall gepfercht worden. Nach dem späten 1:0-Sieg für den Waldhof stürmten die Fans den Rasen, abgesehen von einer zerstörten Werbebande blieb es aber friedlich. 

Ausschreitungen bei Spiel gegen Magdeburg

Weniger glimpflich lief ein Drittliga-Auftritt des 1. FC Magdeburg 2015 in Großaspach ab.  Nach einem 1:0-Sieg der SG Sonnenhof Großaspach stürmten einige Gästefans auf den Rasen und lieferten sich eine Prügelei mit Ordnern. Vier Sicherheitskräfte mussten im Krankenhaus behandelt werden. Solche Geschehnisse blieben aber die Ausnahme. 




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