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Ausschreitungen überschatten Großaspacher Erfolg

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FUSSBALL Trainer Rüdiger Rehm und die SG Sonnenhof Großaspach mischen die Dritte Liga weiter auf. Die SG setzte sich am Samstag vor 2300 Zuschauern in einem kampfbetonten Spiel gegen den bisherigen Tabellenfünften 1.

Hat die SG Sonnenhof Großaspach am 17. Spieltag auf Platz zwei geschossen: Michele-Claudio Rizzi. Die SG liegt zehn Punkte hinter Dynamo Dresden.
Foto: Archiv/Veigel
Hat die SG Sonnenhof Großaspach am 17. Spieltag auf Platz zwei geschossen: Michele-Claudio Rizzi. Die SG liegt zehn Punkte hinter Dynamo Dresden. Foto: Archiv/Veigel  Foto: Veigel

FUSSBALL Trainer Rüdiger Rehm und die SG Sonnenhof Großaspach mischen die Dritte Liga weiter auf. Die SG setzte sich am Samstag vor 2300 Zuschauern in einem kampfbetonten Spiel gegen den bisherigen Tabellenfünften 1.?FC Magdeburg mit 1:0 durch und verbesserte sich von Rang drei auf zwei. Das Tor des Tages erzielte Michele-Claudio Rizzi in der 82. Minute per Elfmeter nach einem Foul an Timo Röttger.

Prügelei?mit?Ordnern Überschattet wurde die Begegnung durch Ausschreitungen einiger Gästefans, die nach dem Großaspacher Siegtor ein Tribünentor öffnen konnten. Sie drangen in den Innenraum ein und lieferten sich dabei eine Prügelei mit Ordnern. Vier Angestellte des Sicherheitsdienstes KS Security aus Ingersheim mussten ins Krankenhaus, das sie aber noch am Abend wieder verlassen konnten, wie Manuel Busch, Stellvertretender Geschäftsführer der SG und am Samstag Veranstaltungsleiter, auf Nachfrage mitteilte.

Nur durch das beherzte Einschreiten der Magdeburger Spieler wurde eine weitere Eskalation verhindert. Die Spieler gingen geschlossen auf die Fans zu und drängten sie zurück auf die Tribüne. "Dass unsere Fans den Innenraum stürmen, sind Sachen, die nicht sein dürfen. Wenn man hört, dass eine Mannschaft mit vielen Fans kommt, dann müssen hier mehr Ordner aufgestellt werden. Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen, die dann zum Block gegangen ist und die Sache relativ schnell geklärt hat", sagte Magdeburgs Trainer Jens Härtel dem MDR.

Banner?als?Auslöser Manuel Busch sagte am Sonntag: "Vor jedem Spiel gibt es unter der Woche ein Sicherheitsgespräch. In diesem haben wir die Anzahl der Fans richtig eingeschätzt und hatten dementsprechende Vorkehrungen, also Aufstockungen bei den Ordnern und der Polizei, getroffen." Auslöser des Eklats war ein Banner des Gästefans an der Gegengeraden, wie Philipp Mergenthaler, Präsidiumsmitglied Medien der SG, sagte, nicht das Tor. Das Banner habe über der Rollbande gehangen, auf der wechselnde Werbung zu sehen ist. "Die Gästefans haben die 30?000 Euro teure Bande beschädigt, Technik rausgerissen." Ein Ordner habe reagiert und das Banner entfernt. Daraus habe sich eine Schlägerei ergeben, was die Gästefans in ihrem Block mitbekommen hätten.

Die Vereinsverantwortlichen des 1. FC Magdeburg rechnen mit harten Sanktionen. Weil der Club als Wiederholungstäter gilt, "erwartet unseren Verein nun eine empfindliche Strafe, welche automatisch einen erneuten Wettbewerbsnachteil nach sich ziehen wird und in diesem Fall auch eine neue Dimension von Fehlverhalten darstellt", schrieb das Vereinspräsidium am Sonntag in einem Offenen Brief an seine Fans.

Darin verurteilte die Clubführung die "Randale" und distanzierte sich davon. "Leider müssen wir in Anlehnung der gestrigen Vorkommnisse feststellen, dass einige Wenige unserer Fans noch nicht drittligatauglich sind und mittels ihres Verhaltens die aktuellen Ziele unseres Vereins stark gefährden", heißt es in dem Brief. dpa/lm

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