Dampfwolke über EnBW-Kraftwerk in Heilbronn: Was es damit auf sich hat
Über dem EnBW-Kraftwerk bot sich am vergangenen Samstag ein ungewöhnlicher Anblick. Eine Dampfwolke stieg über das Hauptgebäude hinweg. In einem Instagram-Kanal spekulierten Nutzer über den Grund.

Am Abend des 26. Oktober war über dem EnBW-Kraftwerk in Heilbronn eine große Dampfwolke zu sehen, die scheinbar aus dem Hauptgebäude aufstieg. Der Instagram-Kanal "heilbronner.spotted" postete ein Video des Spektakels. Einige Nutzer auf Social Media waren daraufhin irritiert, denn Dampfwolken sieht man bei dem Kohlekraftwerk in Heilbronn eigentlich nur aus dem Kühlturm aufsteigen.
Zwar gab es vor einer Weile im Heilbronner Industriegebiet einen großen Brand.Doch beim Kraftwerk waren in diesem Fall weder Großbrand noch Explosion verantwortlich für die Dampfentwicklung. So behauptete zwar ein Nutzer unter dem unten stehenden Instagram-Post, nahe dem EnBW-Gelände habe ein Anhänger zwischen zwei Lastwagen gebrannt. Dies konnte die EnBW aber nicht bestätigen.
EnBW gibt Entwarnung für Heilbronn: Es gibt keine Schäden am Kraftwerk
Laut EnBW besteht kein Grund zur Sorge: Wie sich auf Nachfrage der Heilbronner Stimme herausstellt, war die Ursache der Dampfentwicklung über dem Hauptgebäude das übliche, sogenannte "Abfahren" des Kraftwerkes. Wie alle Energieerzeuger werden je nach Lage an den Energiemärkten Kraftwerke an- oder abgefahren, um auf die Nachfragelage zu reagieren.
Dass dabei vermehrt Dampf entsteht, der dann über das Dach des Kraftwerks abgelassen wird, komme mitunter vor. Das fing das Instagram-Video dann spektakulär ein.
Kleine Störung am Sonntag beim EnBW Kraftwerk in Heilbronn
Am Tag darauf kam es allerdings zu einer kleinen Störung beim Anfahren des Kraftwerks. Bei der Inbetriebnahme vom sogenannten Block 7, der erst Anfang Juni nach langer Pause wieder ans Netz angeschlossen wurde, kam es zu einer Störung, die zum zweiten Mal an diesem Wochenende zu einer erhöhten Wasserdampfmenge führte.
Allerdings kommen Vorfälle dieser Art bei großtechnischen Anlagen häufiger vor. In solchen Fällen wird im Haupthaus der Wasserdampf über das Dach abgelassen. Anlass zur Panik bestehe daher sicher nicht.
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