Bombenverdacht am Heilbronner Landgericht: Spürhund schlägt Alarm
Wegen eines Bombenverdachts ist das Heilbronner Landgericht am Morgen geräumt worden. Der Vorfall steht mutmaßlich im Zusammenhang mit einem Islamisten-Prozess.
- Am Heilbronner Landgericht gab es einen Bombenverdacht.
- Es gibt mutmaßlich einen Zusammenhang mit einem Islamisten-Verfahren.
- Die Polizei hatte das Gebäude am Morgen vorsorglich geräumt. Inzwischen gibt es Entwarnung.
Die Polizei hat am Donnerstagmorgen, 5. Dezember, das Heilbronner Landgericht geräumt. Das bestätigte Petra Rutz, Sprecherin der Polizei. Hintergrund soll ein Bombenverdacht sein. Ein Spürhund der Polizei hatte angeschlagen. Der Vorfall steht mutmaßlich im Zusammenhang mit einem Islamisten-Verfahren, das derzeit am Landgericht läuft. Inzwischen konnte die Polizei Entwarnung geben. Im Live-Blog haben wir über den Einsatz berichtet:
Polizei beendet Einsatz am Heilbronner Landgericht – "Nichts Verdächtiges" gefunden
9:32 Uhr: Wie das Polizeipräsidium Heilbronn auf dem Kurznachrichtendienst "X" mitteilt, ist der Einsatz im Heilbronner Landgericht beendet. Bei der Suche sei "nichts Verdächtiges" gefunden worden. Zuvor habe ein Spürhund angeschlagen. Das Gebäude ist inzwischen wieder freigegeben.
9:24 Uhr: Wie Polizeisprecher Marcel Dominke schildert, sei am Morgen der Verhandlungssaal durchsucht worden, in dem der Islamisten-Prozess angesetzt war. Ein Spürhund habe angeschlagen. Deshalb seien Entschärfer vom Landeskriminalamt kontaktiert worden. Diese nähmen augenblicklich den Saal in Augenschein, so Dominke. "Man muss von einem Echtfall ausgehen", erklärt er. "Aber der Verdacht liegt nahe, dass es sich um einen Fehlalarm handelt." Vorsichtshalber sei trotzdem das komplette Landgerichtsgebäude geräumt worden. Das weitere Vorgehen werde noch ein, zwei Stunden in Anspruch nehmen.
9:18 Uhr: Nach Angaben eines Polizeisprechers sind auch Beamte des Landeskriminalamts Baden-Württemberg im Heilbronner Landgericht im Einsatz.
9:08 Uhr: Bis auf weiteres seien die Verhandlungen unterbrochen, sagt Stimme-Gerichtsreporterin Lisa Könnecke, die vor Ort ist. "Es ist unklar, wie es weitergeht."

Bombenverdacht am Heilbronner Landgericht – Polizei war bereits am Freitag im Einsatz
8:42 Uhr: Möglicherweise gibt es einen Zusammenhang mit einem laufenden Verfahren. Einem 25-jährigen Mann aus Bad Friedrichshall wird vorgeworfen, für Anfang Mai zusammen mit einem anderen Beteiligten einen Anschlag auf eine Synagoge in Heidelberg oder Frankfurt geplant zu haben. Außerdem soll er von Dritten bei einer Reise in die Türkei unterstützt worden sein. Er habe sich Dschihadisten in Syrien anschließen wollen, so lautet der Vorwurf. Darüber hinaus soll er bei einer Wohnungsdurchsuchung Polizisten mit Messern angegriffen haben - der von den anderen Verfahren abgetrennte Prozess in dieser Sache wäre heute fortgesetzt worden. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft. Insgesamt gibt es im Islamisten-Komplex drei Angeklagte, einer von ihnen befindet sich allerdings auf freiem Fuß.
Bereits am Freitag hatten im Zusammenhang mit diesem Verfahren Polizisten das Landgerichtsgebäude durchsucht. Auch am Freitag war ein Spürhund im Einsatz. Kurze Zeit später wurde aber Entwarnung gegeben.
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