Durchsuchung des Heilbronner Landgerichts: Weshalb es zum Polizeieinsatz kam
Am Freitagabend haben Polizisten das Landgerichts-Gebäude in Heilbronn durchsucht. Auch ein Spürhund kam zum Einsatz. Jetzt ist klar, warum.
Am Freitagabend (29. November) haben mehrere Polizeibeamte das Gebäude des Heilbronner Landgerichts in der Wilhelmstraße durchsucht. Wie Landgerichts-Sprecherin Stephanie Morgenstern am Montag mitteilte, stand die Aktion im Zusammenhang mit einem Verfahren, in dem es um islamistisch motivierte Anschlagspläne auf eine Synagoge geht.
"Es gab in diesem Zuge Auffälligkeiten, die eine weitere Abklärung aus Sicherheitsgründen erforderlich machten", so Morgenstern. Man habe nach der Abklärung entwarnen können. Welche Art von Auffälligkeiten festgestellt wurden, führte Morgenstern nicht aus. Die hinzugerufenen Polizisten setzten vor Ort auch einen Spürhund ein und liefen mit ihm das Gebäude ab.

Zusammenhang zwischen Polizeieinsatz am Heilbronner Landgericht und Prozess
Es war der zweite Verhandlungstag des Verfahrens, der am Freitag vor der Großen Jugendkammer im Landgericht stattfand. Zwei der drei Angeklagten sind mit dem Vorwurf "Gemeinsame Verabredung zum Mord" konfrontiert. Sie sollen am 1. Mai gemeinsam einen Anschlag geplant haben, bei dem in einer Synagoge in Heidelberg oder Frankfurt am Main mindestens eine Person getötet werden sollte. Im Anschluss wollten sie offenbar mit einem Messer in der Hand auf eingreifende Polizisten zulaufen und einen Märtyrertod sterben, so die bisherigen Erkenntnisse der Ermittler. Die Männer sitzen beide in Untersuchungshaft.
Prozess am Heilbronner Landgericht: Mann aus Bad Friedrichshall warf Messer auf Polizisten
Gegen einen von beiden findet parallel ein Verfahren vor der 1. Schwurgerichtskammer des Landgerichts statt. Am 3. Mai soll der damals 25-Jährige in Bad Friedrichshall ein Messer auf einen Polizisten geworfen haben. Der Polizist war unverletzt geblieben.
Dem dritten Angeklagten wird zur Last gelegt, den Mann aus Bad Friedrichshall bei seiner Ausreise in die Türkei und somit bei dessen Vorhaben unterstützt zu haben, sich von Mitgliedern der islamistischen Partisanengruppe "Haiʾat Tahrir asch-Scham" nach Syrien schleusen zu lassen – um dort für sie in den Kampf zu ziehen.
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Kommentare
Bodo Becker am 02.12.2024 13:49 Uhr
Ich wundere mich immer wieder. Wieso die Illegale Migration? Schon so viele Jahre seit Angela Merkel? Überhaupt erlaubt wird weil es unamig viele straftaten nacht nach sich zieht und auch. Religiösen straftaten? Wieso sich dort Politiker Eine schöne Zeit machen, Weil sie nicht die Leute sind, die sich damit abgeben müssen?