Wird in Heilbronn zu wenig geblitzt? – Rund 66.000 Tempoverstöße
Immer wieder sind Menschen mit ihrem Auto zu schnell in Heilbronn unterwegs. Manch einer fragt sich: Lösen mehr Blitzer das Problem?
Menschen, die mit ihrem Auto zu schnell durch Heilbronn fahren, sind ein dauerhaftes Problem. Insgesamt 66.000 Autofahrer wurden nach Angaben der Stadt im vergangenen Jahr ertappt, weil sie zu schnell unterwegs waren. Die Temposünder wurden von den fest installierten Blitzern, den beweglichen Anhängern oder bei mobilen Kontrollen geblitzt.
„Dabei waren die meisten Überschreitungen geringfügig und führten lediglich zu Verwarnungsgeldern zwischen 20 und 55 Euro“, heißt es aus dem Rathaus. 2900 Menschen waren so schnell, dass sie Punkte in Flensburg bekamen, 229 mussten sogar ihren Führerschein abgeben.
Temposünder in Heilbronn: Feste und mobile Blitzer im Einsatz
Trotzdem sind Raser und riskante Fahrmanöver ein gängiges Bild im Verkehr der Stadt. Oft wird etwa auf der Allee stark beschleunigt, vor dem Blitzer abgebremst und dann weitergerast. Manch einer fragt sich: Sollte mehr geblitzt werden?

Eine Sprecherin der Stadt widerspricht. „Die Stadt Heilbronn überwacht tagtäglich an polizeilich ausgewiesenen Unfallschwerpunkten, Schulwegen sowie aufgrund von Bürgerhinweisen die Geschwindigkeit von Fahrzeugen im gesamten Stadtgebiet.“ Außerdem werde bei den regelmäßigen Blitzermarathons verstärkt gemessen.
Immer wieder würden Bürger Vorschläge für Stellen machen, an denen mobile Blitzer platziert werden sollten. Lange Zeit hatte Heilbronn dafür zwei Blitzer-Anhänger, genannt Enforcement Trailer. Inzwischen wurde ein weiterer angeschafft.
Stadt Heilbronn: Mit Tempomessung muss man immer rechnen
Außerdem gibt es zwölf feste Blitzer im Stadtgebiet an mehreren Standorten. Ziel sei es aber, „auf die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit im gesamten Stadtgebiet und nicht nur an einigen wenigen, einzelnen Stellen hinzuwirken“, betont die Sprecherin. „Es muss neben den stationären Stationen stets auch an anderen Stellen mit Geschwindigkeitsmessungen gerechnet werden.“ Das passiere an sieben Tagen in der Woche, die Standorte der Blitzeranhänger würden häufig wechseln.
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Stimme.de
Kommentare
Jürgen Mosthaf am 18.04.2025 09:02 Uhr
Ich bin absolut kein Raser, dennoch bekomme auch ich ab und an Post, wenn auch nur wegen Geringfügigkeit. Ärgerlich aber sinnvoll und hilf-, und lehrreich. Was mich ärgert sind die oft nicht nachvollziehbaren unterschiedlichen Tempolimits auf kurzen Distanzen oder Tempolimits auf 40 wegen nachgewiesener nicht erfolgten Luftreinhaltung aber dann plötzlich findet man sich in der Ampelrotphase. Hier könnte man ordentlich durchforsten. Ein hartes und entschlossenes Durchgreifen bei wirklichen und unverbesserlichen Rasern schützt Menschenleben und schont die Nerven der pflichtbewussten Verkehrsteilnehmer.
Jürgen Mosthaf