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Slush’D in Heilbronn: Campus Founders ziehen positive Bilanz 

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Am Donnerstag fand zum vierten Mal die Slush’D auf der Theresienwiese statt. Die Campus Founders ziehen eine positive Bilanz und auch Besucher zeigen sich begeistert. 


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Noch gibt es ihn nicht, den Innovationspark für Künstliche Intelligenz (Ipai), auf dem so viel Hoffnung für die Zukunft des Standortes Heilbronn ruht. Doch nur weil es den Ipai noch nicht gibt, heißt das nicht, dass die rasante Entwicklung von Heilbronn als KI- und Innovationsstandort nur eine Blase ohne Inhalt wäre.

Das Gegenteil ist der Fall, das wurde auf der vierten Slush’D deutlich, die am Donnerstag auf der Theresienwiese stattfand. 

Kurz vor 13 Uhr warten die Gäste auf die Eröffnung der Slush'D durch Oliver Hanisch, Geschäftsführer der Campus Founders.
Kurz vor 13 Uhr warten die Gäste auf die Eröffnung der Slush'D durch Oliver Hanisch, Geschäftsführer der Campus Founders.  Foto: Campus Founders

KI- und Start-up-Event Slush’D: Heilbronn wird auch international zum Begriff 

Das KI- und Start-up-Event zieht jedes Mal internationales Publikum an, denen Heilbronn immer mehr ein Begriff ist und die spüren: hier passiert richtig ’was. „Das Besondere an der Slush’D ist wirklich die Dimension, die hier aufgebaut wird. Das ist einfach ein geniales Event“, sagt Samuel Keitel, der selbst mit 17 Jahren sein erstes Unternehmen gegründet hat und vor kurzem mit dem Preis „Württemberger Junge Köpfe“ ausgezeichnet wurde. Zwar kommen Leute und Investoren aus aller Welt zur Slush’D – und trotzdem „ist es schon auch ein bisschen wie ein großes Familientreffen im Heilbronner Ökosystem“, findet Keitel. 

Auf dem Gelände herrscht bis in den Abend reger Betrieb. Und egal, wo man ist, nimmt man ein stetiges Grundrauschen wahr – ob es aus der Halle ist, wo die Unternehmen sich mit Gründern austauschen, auf der Hauptbühne, auf der Paneldiskussionen und Keynotes gehalten werden, oder auf der zweiten Bühne, auf der Start-ups über den Tag hinweg ihre Geschäftskonzepte vorstellen. Am Abend konnten sich dann einige der Gründer über Preise in verschiedenen Kategorien freuen, die mit Preisgeldern zwischen 5000 und 100.000 Euro dotiert waren. 

 

Vorsitzende des KI-Bundesverbandes sieht Mittelständler in der Verantwortung

Und natürlich geht es auch auf der Bühne um die großen Fragen: Wer treibt die Finanzierung von Start-ups in Europa voran? Wie kann sich die europäische Start-up-Szene gegen globale Konkurrenz behaupten?

Zu diesen wichtigen Fragen, beziehungsweise zur Frage, was die Start-up-Szene in Deutschland gerade am dringendsten braucht, hat Daniel Abbou, Vorsitzender des KI-Bundesverbandes, eine klare Meinung: „Die Start-up-Szene braucht Kunden. Das ist eine der großen Herausforderungen. Natürlich ist die wirtschaftliche Lage gerade schwierig. Aber das Problem ist, dass viele mittelständische Unternehmen risiko-, innovations- und technikavers sind – immer noch.“

Mittelständler würden sich nicht grundlegend genug hinterfragen und wollten nicht aus ihrer Komfortzone. „Der Mittelstand verkauft sich als Innovationsweltmeister, und das sind sie in ihrem Bereich. Aber die Frage ist, wird ihr Bereich in zehn bis zwanzig Jahren noch existieren?“ Man könne auch nicht jedes Problem auf den Staat schieben. Zu viel Bürokratie, zu hohe Energiepreise, das sei alles richtig. „Aber in jeder Therapie ist es auch wichtig, Selbstreflexion zu betreiben.“

Ein Highlight für Besucher: Die Rakete des Start-ups HyImpulse aus Neuenstadt.
Ein Highlight für Besucher: Die Rakete des Start-ups HyImpulse aus Neuenstadt.  Foto: Campus Founders

Manager vom Audi Innovation Lab sieht aktuelle Krise als große Chance für Innovation

Was ist aber notwendig, damit Unternehmen und Start-ups erfolgreich kooperieren und daraus Innovation entsteht? Darüber hat Markus Merz, stellvertretender Chefredakteur und Digitalchef der Stimme Mediengruppe am frühen Abend mit Stephan-Daniel Gravert von Mimic Robotics, Henning Löser vom Audi Production Lab, Timo Gessmann von Schunk sowie mit David Reger von Neura Robotics gesprochen. Für Gravert steht Geschwindigkeit an erster Stelle. „Weil Start-ups das besser können, sie sind schnell und machen einfach. Das kann ein riesen Vorteil sein.“

Für Henning Löser ist für eine erfolgreiche Kooperation zentral, dass beide Partner eine gemeinsame Vision verfolgen: „Dann kann man Grenzen verschieben und Zukunft gestalten.“ Über die schwierige wirtschaftliche Lage herrscht Einigkeit, doch die Männer sehen das Positive. „Wir würden nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen, wenn es gerade nicht so dunkel wäre in Deutschland“, ist sich David Reger sicher. „Never miss a good crisis“, sagt Henning Löser, also: Verpass nie eine gute Krise. „Historisch kam aus Krisen immer viel Innovation heraus, weil man sich dann fragen muss: Was können wir besser machen?“


Campus Founders sind zufrieden mit der vierten Slush’D in Heilbronn

Einen Tag später, als der große Ansturm auf die Theresienwiese vorbei ist, zeigen sich die Campus Founders zufrieden mit der vierten Slush’D. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung. Wir waren erneut ausverkauft und konnten deutlich mehr internationale Teilnehmer, Partner und Speaker nach Heilbronn holen. Man hat die Energie des Mottos ,One Driving Force’ im Publikum gespürt. Das Besondere ist immer, wenn Menschen zum ersten Mal in Heilbronn sind und die Dimensionen dessen begreifen, was hier entsteht und wie viel Bewegung im Ökosystem ist“, sagt Florian Kratz von den Campus Founders. 

Die Slush’D kommt ursprünglich aus Helsinki und will Start-ups, Unternehmer und Wissenschaft miteinander in Kontakt bringen. In Heilbronn wird die Slush’D von den Campus Founders organisiert, die sich als Plattform für Start-ups und Co-Innovation verstehen. Sie bieten verschiedene Programme für Start-ups an und helfen diesen, sich vor Ort in Heilbronn und auch international zu vernetzen. Auch die Stimme Mediengruppe war als Medienpartner an der Slush’D beteiligt. 




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