Zukunft von St. Paulus weiter unklar
Katholische Fachschulen für Sozialpädagogik St. Martin ziehen in Häußler-Schule um. Was passiert nun mit dem Gemeindezentrum, in dem die Schulen bisher untergebracht waren?

Die Katholischen Fachschulen für Sozialpädagogik St. Martin ziehen frühestens in zwei Jahren in die frei Räume im Werkrealschulgebäude der Johannes-Häußler-Schule um. „Die Zukunft der Katholischen Fachschulen für Sozialpädagogik St. Martin in Neckarsulm ist gesichert“, teilt die Stadtverwaltung mit. Der entsprechende Mietvertrag zwischen der Stadt und den Schulen für soziale Berufe gGmbH als Schulträger wurde jetzt im Rathaus unterzeichnet.
Mietvertrag für Gemeindehaus St. Paulus in der Friedrichstraße endet
Aktuell stehe noch nicht fest, wann der bestehende Mietvertrag für den derzeitigen Standort der Fachschulen im katholischen Gemeindehaus St. Paulus in der Friedrichstraße 25 endet. „Um einen reibungslosen Übergang in die neuen Räume zu gewährleisten, bietet die Stadt dem Schulträger einen Mietvertrag mit flexiblem Mietbeginn zwischen 2027 und 2030 an.“ Die Mietdauer erstrecke sich über die kommenden Jahrzehnte.
Am neuen Standort können die Fachschulen ihren Bedarf an zusätzlichen zeitgemäßen Räumen decken. Damit die Fachschulen das frühere Werkrealschulgebäude nutzen können, müsse die Stadt verschiedene bauliche Anpassungen vornehmen. „Unabhängig davon sind bestimmte Umbaumaßnahmen erforderlich, damit das Gebäude allgemein weiter genutzt werden kann.“ Die ohnehin erforderlichen Sanierungsarbeiten würden jetzt vorgezogen und überbrücken so die Übergangszeit bis zum Beginn des neuen Mietvertrags. Der Gemeinderat fasste vor kurzem einen entsprechenden Bau- und Planungsbeschluss.
Die Arbeiten im Werkrealschulgebäude umfassen die Brandschutzsanierung, die Dachsanierung und den Rückbau der ansteigenden Stuhlreihen in den naturwissenschaftlichen Fachräumen. Darüber hinaus müssen die WC-Anlagen erweitert beziehungsweise neu hergestellt werden. Laut Zeitplan sollen sämtliche Umbauarbeiten im Jahr 2026 abgeschlossen sein. Damit könnten die Katholischen Fachschulen ihr neues Domizil ab dem Schuljahr 2027/2028 beziehen.
Räume der Häußler-Schule sind durch Neubau frei geworden
Die Werkrealschule der Johannes-Häußler-Schule wurde im Zuge des Schulentwicklungsprozesses in die neue Franz-Binder-Verbundschule integriert. „Die dadurch frei gewordenen Raumkapazitäten bieten für die schulischen Bedürfnisse und die wachsende Schülerzahl der Katholischen Fachschulen ideale Bedingungen“, sind sich Andreas Schwarz, Geschäftsführer der Schulen für soziale Berufe gGmbH, und Schulleiter Dr. Thomas Ochs einig.
Das Gemeindehaus St. Paulus ist sanierungsbedürftig: Der großzügige Raumbestand soll nach Vorgaben der Diözese Rottenburg-Stuttgart an die gesunkene Mitgliederzahl angepasst werden. Vor diesem Hintergrund habe die Kirchengemeinde grundsätzlich beschlossen, das Gebäude zu verkaufen. Zuletzt war geplant, dass ein privater Investor das Gemeindehaus in eine innovative Anlage für Senioren umwandelt. Auf Nachfrage teilt die Gesamtkirchengemeinde mit, man halte nach wie vor am Verkauf des Gebäudes fest. „Die Parteien sind derzeit noch in Verhandlungen.“
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