„Wein am See“ ist an diesem Samstag, 26. April, von 15 bis 21.30 Uhr geöffnet, am Sonntag, 27. April, von 11 bis 20 Uhr. Ein Karten-Restkontingent gibt es an der Kasse vor Ort. Am Sonntag ist Familientag mit verschiedenen Aktionen. Von 12 bis 17 Uhr bauen Naturparkführer einen Spielparcours auf. Das ganze Wochenende über können Kinder auch auf einem Minibagger oder auf dem Spielplatz Spaß haben. Sollte es regnen, stehen Schirme und Pavillon-Zelte bereit.
„Wein am See“: Organisatoren erwarten Tausende Besucher am Breitenauer See
Tausende Besucher werden das Wochenende über bei „Wein am See“ erwartet. Der Auftakt für die Veranstaltung in idyllischer Lage am Breitenauer See bei Obersulm war schon mal vielversprechend.
Die Stirn bleibt dieses Mal glatt: keine Sorgenfalten in den Gesichtern der beiden Hauptorganisatoren Wolfram Stegmaier und Dirk Mosthaf. Das war im vergangenen Jahr anders, als Dauerregen das 10.000 Quadratmeter große Festgelände am Breitenauer See zum Auftakt in eine Matschfläche verwandelt hatte und am Eröffnungsabend nur ein paar Hartgesottene in Gummistiefeln den Weg zu „Wein am See“ fanden.
„Wein am See“ gestartet: 150 Weine und Sekte werden ausgeschenkt
Zwar erscheinen auch 2025 zur fünften Auflage des Festes viele Besucher in stabilem Schuhwerk und mit Outdoorjacken. Aber es geht ja auch nicht zum Model-Contest. Wer „Wein am See“ ansteuert, entweder im eigenen Auto oder im Shuttle-Bus, der kommt, weil ihn die Kombination anspricht: Wo sonst werden 150 Weine und Sekte inmitten idyllischer Natur, direkt an einem See ausgeschenkt?

„Landschaftlich ist es einzigartig“, schwärmt denn auch Pamela Grimm-Baumann, die sich mit einer Freundes- und Verwandtengruppe um einen der Stehtische versammelt hat. Sauvignon Blanc, Muskattrollinger Rosé und Riesling Secco hat die gut gelaunte Runde in Stielgläsern vor sich. „Wir trainieren für die 750-Jahr-Feier in Eichelberg im Juli. Bis dahin müssen wir trinkfest sein.“
Spaß beiseite: Die gesamte Truppe ist nicht in erster Linie zum Trainieren hier. Sie ist es wegen der Atmosphäre und des Ambientes an den Ständen der 16 Weinbaubetriebe von Neckarsulm bis Löwenstein und der sechs Gastronomen. „Es ist so unaufgeregt und entspannt“, sagt Angelika Stettner-Klüdtke. Still ruht der See in Sichtweite. Zwei Schwäne ziehen eine späte Abendrunde. Dasselbe tut der Löwen-Express: ein Traktor mit überdachtem Anhänger, auf den 25 Leute passen. Er zuckelt durch die Rebhänge rund um den Breitenauer See, unterwegs werden zwei Weinproben ausgeschenkt.
Organisatoren von „Wein am See“ erleichtert: 4000 Tickets für Event am Breitenauer See verkauft
Über das vorwiegend gediegene Publikum freuen sich Dirk Mosthaf und Wolfram Stegmaier. Der erste und der zweite Vorsitzende des Organisatoren-Vereins „Wein am See“ sind überzeugt: Für die Besucher steht der Genuss, nicht das Besäufnis im Vordergrund. Mosthaf, im normalen Leben geschäftsführender Vorstand der Genossenschaft Winzer vom Weinsberger Tal, schätzt, dass zum Auftakt 1500 Besucher den Weg auf das Gelände gefunden haben.
Stand Freitagabend sind fürs Wochenende 4000 Tickets online verkauft. „Die Leute buchen relativ kurzfristig“, ergänzt Wolfram Stegmaier, im Hauptberuf Geschäftsführer des Vereins „Tourismus im Weinsberger Tal“. Daher gehen die beiden davon aus, dass weiter fleißig gebucht wird und allein am Samstag 5000 Gäste kommen.
„Wein am See“ trotz Naturschutz: Besucherzahl muss berücksichtigt werden
Mehr geht auch nicht. 5000 Besucher pro Tag, das ist die zulässige Obergrenze und laut Mosthaf eine Auflage des Landratsamtes Heilbronn aus Gründen des Naturschutzes. Bis 1. Mai sei die Brutzeit der Vögel zu berücksichtigen. Damit Fauna und Flora trotz Festbetrieb möglichst ungestört sind, haben die Helfer von „Wein am See“ vorgesorgt: „Wir haben 1,8 laufende Kilometer Zaun aufgestellt, um den Grüngürtel zu schützen.“ Andernorts hatten brütende Schwäne bereits einen Festakt mit Böllerei verhindert.
Die Naturschutz-Maßnahme ist einer der Gründe, warum der Verein „Wein am See“ Eintritt verlangt. Kosten verursachen außerdem die Security, die im Einsatz ist, und der Strom, der verlegt werden musste. Unterm Strich steht 2025 wohl ein Gewinn, hoffen Mosthaf und Stegmaier. Dafür sorgen neben den Tickets die Standgebühren und die Sponsoren-Gelder. Im verregneten, vergangenen Jahr musste ein Minus verkraftet werden.
Besucher freuen sich über die Vielfalt der Weine bei Event am Breitenauer See
Vom Breitenauer Hof ist Margit Fellmann herüberspaziert. Sie trifft auf Siegfried Schmidt, Bernadette Gratz-Mais und Kerstin Salcher. Noch so eine lustige Runde. Schmidt, Vize-Vorstand der Winzer vom Weinsberger Tal, freut sich über die Vielfalt der Weine: „Ich habe welche entdeckt, die ich sonst nicht gefunden hätte.“

Bernadette Gratz-Mais ist seit einem Jahr Verwalterin des nahe gelegenen Campingplatzes. Nach 30 Jahren im Ruhrgebiet scheint die gebürtige Österreicherin endlich angekommen zu sein: „Die Landschaft ist so ein Gewinn.“ Das Weinfest direkt am See ist das i-Tüpfelchen: „So schön, so kommunikativ.“
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