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Bahnverkehr Heilbronn–Stuttgart eingeschränkt – Baustelle und überfüllte Züge

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Nicht nur zwischen Heilbronn und Bad Friedrichshall, auch Richtung Stuttgart ist der Bahnverkehr eingeschränkt. In den verbliebenen Zügen war am Morgen das Gedränge groß. Was war da los? 


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Schienenersatz-Busse im Zehn- bis Zwanzig-Minuten-Takt zwischen Heilbronn und Bad Friedrichshall anstelle der üblichen Bahnverbindung in den nördlichen Landkreis: Noch bis Freitag, 13. Februar, müssen sich Fahrgäste auf temporäre Änderungen unterwegs einstellen. Umfangreicher und langfristiger ist der Bahnverkehr jedoch südlich der Käthchenstadt ausgedünnt. Zwischen Heilbronn und Stuttgart – und zurück – fährt bis zum dritten April ein Personenzug pro Stunde und Richtung – der RE8.

Anstelle der täglich etwa 30 Züge pro Richtung sind derzeit nur etwa ein Dutzend durchgehend unterwegs. Wer anstelle des RE 8 mit dem Metropolexpress (MEX) 12 oder 18 fährt, muss zwischen Lauffen und Bietigheim-Bissingen auf den Schienenersatzbus umsteigen. Diese Einschränkungen gelten bis Karfreitag, 3. April. Hintergrund sind Bauarbeiten am Bahnhof in Walheim: Dort sind Aktivitäten am Bahnsteig im Gange, um diese barrierefrei zu machen. 

Überfüllter Regionalexpress am Morgen bei der Einfahrt in Heilbronn. Der Betreiber musste einen Ersatzzug einsetzen.
Überfüllter Regionalexpress am Morgen bei der Einfahrt in Heilbronn. Der Betreiber musste einen Ersatzzug einsetzen.  Foto: Alexander Hettich

Bahnverkehr Heilbronn–Stuttgart eingeschränkt: Fahrgäste bemängeln Platzmangel in Bussen und Zügen

Am ersten Werktag, an dem die Einschränkungen gelten, am Montag, 9. Februar, fielen die Reaktionen der Fahrgäste auf die aktuellen Einschränkungen bei den beiden Verkehrsverbindungen gemischt aus: Während die einen sich gut informiert fühlten und den zusätzlichen Zeitaufwand als notwendig und verschmerzbar betrachteten, bemängelten andere die zu geringe Kapazität in den Zügen und Schienenersatzbussen. 

Kritik kam auf, weil die Schienenersatzbusse zwischen Heilbronn und Bad Friedrichshall zu klein seien, sodass Fahrgäste zurückbleiben und auf die nächste Verbindung warten mussten. Und der Regionalexpress (RE) 8 ab Stuttgart am Montagmorgen um 6.57 Uhr sei viel zu kurz und spätestens ab Lauffen restlos überfüllt gewesen, wie ein Fahrgast berichtete.

Arverio muss in Heilbronn auf Ersatzzüge ausweichen

Das Bahnverkehrsunternehmen Arverio ist für den Verkehrsbetrieb auf der Strecke zwischen Heilbronn und Stuttgart zuständig. Dort nachgefragt, erklärt Sprecherin Daniela Birnbaum, dass mit den eingesetzten Zügen immer wieder technische Probleme vorliegen, sodass das Unternehmen auf die Nutzung von Ersatzzügen ausweichen müsse. Diese könne man nicht doppelt aneinanderkoppeln, da die Bahnsteinlängen dafür nicht ausreichen.

Daniela Birnbaum: „Die heutige, betroffene Zugverbindung ist als einfacher Fünfteiler mit 304 Sitzplätzen eingeplant.“ Am Montagmorgen musste ein anderes Fahrzeug aushelfen. „Dieses hat 216 Sitzplätze“ – und damit nur etwa zwei Drittel der ursprünglich geplanten Kapazität.

Grundsätzlich versuche das Arverio-Team, die Unannehmlichkeiten für die Fahrgäste so gering zu halten wie es geht: „Wir versuchen, unter den aktuellen Umständen natürlich, soweit es betrieblich irgend möglich ist, die geforderte Fahrzeugkapazität bereitzustellen“, berichtet Birnbaum.

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