Mögliches Klinik-Aus in Löwenstein: Emotionale Stimmung bei Mitarbeiterveranstaltungen
Die SLK-Geschäftsführung informiert seit Montagvormittag die Beschäftigten der Löwensteiner Klinik über eine mögliche Schließung. Das Interesse an den Infoveranstaltungen ist groß.
Fast zwei Stunden hat am Vormittag die erste Infoveranstaltung für die Mitarbeiter der Fachklinik Löwenstein gedauert. „Das Interesse war sehr groß“, sagt Mathias Burkhardt, Sprecher des Klinikums, auf Anfrage der Stimme. Die Mitarbeiter seien sehr interessiert gewesen – und auch sehr emotional. Beides sei zu erwarten gewesen.
Schließung der Klinik Löwenstein rückt näher – Entscheidung steht noch aus
Am Montagmorgen war bekannt geworden, dass im Rahmen der Medizinstrategie 2030 die Schließung der Löwensteiner Klinik bevorstehen könnte. Zwar müssen der Heilbronner Gemeinderat und der Kreistag noch über eine Schließung abstimmen, Aufsichtsrat und Geschäftsführung haben sich allerdings klar positioniert. Aus medizinischen und wirtschaftlichen Gründen sei ein Weiterbetrieb nicht tragbar.
Stattdessen sollen alle Leistungen an den Gesundbrunnen nach Heilbronn und an den Plattenwald in Bad Friedrichshall verlegt werden. Auch innerhalb dieser beiden Standorte sind weitere Rochaden in den kommenden Jahren geplant. Die Löwensteiner Mitarbeiter sollen bei SLK weiterbeschäftigt werden, dafür sind mehrere Dialogveranstaltungen geplant.

Mitarbeiter der SLK-Klinik Löwenstein stellen konkrete Fragen
Die ersten Informationsrunden gibt es am Montag im Laufe des Tages in Löwenstein, am Dienstag und Mittwoch folgen Angebote in Heilbronn und Bad Friedrichshall. Die Geschäftsführung startet jeweils mit Infoständen, anschließend hält SLK-Geschäftsführer Georg Schmidt einen Vortrag zu den untersuchten Zukunftsszenarien. Das wahrscheinlichste skizziert die Schließung des Standorts und die Verlegung der Fachabteilungen.
Am Ende jeder Veranstaltung ist Raum für Fragen. Ergeben habe sich dabei ein differenziertes Meinungsbild, so der Pressesprecher. Auch wenn viele Beschäftigte das große Ganze und die politischen Rahmenbedingungen im Blick haben, sei doch die emotionale Verbindung zum Standort sehr stark. Viele arbeiten nicht nur in Löwenstein, sondern leben auch in unmittelbarer Nähe der Klink. Gegenüber der Stimme haben sich Mitarbeiter vor Ort geäußert. Manche erwägen eine Kündigung.
Die Mitarbeiter nutzten am Vormittag auch die Gelegenheit, nach jenen Details zu fragen, die sie konkret betreffen. Dabei ist längst noch nicht alles ausdefiniert: „Wir stehen am Anfang des Prozesses“, betont Burkhardt.
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