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Silvester-Feuerwerk
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Nabu fordert Drohnenshow statt Böller – „Es werden Tiere erschöpft sterben“

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Der Naturschutzbund Nabu schlägt Alarm: Feuerwerk an Silvester bringt viele Wildtiere in extreme Panik. Welche Folgen das hat und welche Alternativen der Verband vorschlägt. 


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Die Debatte um Feuerwerk an Silvester greift aus Sicht des Naturschutzbundes Nabu häufig zu kurz. In der öffentlichen Diskussion fehlten oft der Schutz von Wildtieren, Klima und Landschaft, kritisiert Marco Lutz, Bezirksgeschäftsführer der Nabu-Bezirksgeschäftsstelle Heilbronn-Hohenlohe. Die Müllmengen seien horrend, noch Monate später fänden sich Plastikteile in der Natur. Hinzu kämen Feinstaub und ausgebrachten Chemikalien.

Feuerwerk an Silvester: Nabu fordert Umdenken – Drohnenshows statt Böller

„Den Wildtieren wiederum steht wieder eine Nacht voller Panik bevor“, so Lutz gegenüber der Heilbronner Stimme. Wildvögel könnten durch den Lärm so stark aufgeschreckt werden, dass sie teils Hunderte Kilometer flögen, ohne einen Ruheplatz zu finden. „Es werden Wildvögel erschöpft sterben.“ Auch andere Tiere litten unter der Knallerei.

Der Nabu fordere daher seit Jahren ein Umdenken. Statt privater und flächendeckender Böllerei wünscht sich der Verband, dass Städte und Gemeinden zentrale Feuerwerke organisieren – vorzugsweise Licht- oder Drohnenshows, erklärt Lutz. Die Konzentration auf bestimmte Orte könne Müll und Lärm reduzieren und den Jahreswechsel umwelt- und naturfreundlicher gestalten.

Die Silvesternacht bedeutet für viele Tiere Stress pur.
Die Silvesternacht bedeutet für viele Tiere Stress pur.  Foto: Robert Michael

In einer Pressemitteilung verweist der Nabu außerdem auf die Entwicklung der Feuerwerksimporte. Trotz wachsender Kritik sind sie demnach zuletzt deutlich gestiegen. Von Januar bis September 2025 wurden laut Statistischem Bundesamt mehr als 42.400 Tonnen Feuerwerkskörper nach Deutschland importiert – ein Plus von 62,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Nabu-Naturschutzexperte Julian Heiermann befürchtet deshalb eine noch größere Knallerei als in den Vorjahren, mit entsprechend höheren Belastungen für Umwelt und Tiere.

Nabu sieht lokale Verbotszonen in Innenstädten als kontraproduktiv

Vor allem Vögel reagieren stark auf Böller und Raketen. Heiermann: „Sie fliehen in große Höhen, landen für lange Zeit nicht und kehren nur zögerlich zu ihren Rast- und Schlafplätzen zurück. Wasservögel reagieren noch in vier bis sieben Kilometern Entfernung auf Feuerwerk mit Flucht.“

Wenn Vögel in Schwärmen in großer Panik flüchten, könnten sie gegen Hindernisse wie Glasscheiben oder Stromleitungen prallen. Auch Säugetiere wie Füchse, Biber und Fledermäuse geraten in Stress, unterbrechen ihre Ruhephasen und riskieren damit ihre Gesundheit. Dadurch verbrauchen sie viel Energie. „Das kann sogar lebensbedrohend werden, da sie die Energie zum Überleben in der kalten Jahreszeit benötigen.“


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Lokale Verbotszonen in Innenstädten, wie beispielsweise in einigen Kommunen im Raum Heilbronn, reichen nach Nabu-Angaben nicht aus, sie könnten sogar kontraproduktiv sein. „Solche Regelungen führen oft dazu, dass Menschen auf freie Außenflächen ausweichen – mit der Folge, dass dort sensible Lebensräume und die Tierwelt massiv gestört werden“, wird Heiermann zitiert.

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