Neckarsulm auf Sparkurs: Schlaglöcher in den Straßen und in der Stadtkasse
Der Gemeinderat stellt die Weichen Richtung Sparkurs: Das kommt jetzt auf die Neckarsulmer zu.

Mit Einnahmen von zukünftig „nur“ 6000 Euro je Einwohner und einer Rücklage von über 100 Millionen Euro steht Neckarsulm noch gut da. Vermeintlich: Denn die Rücklagen werden knapp, die Gewerbesteuereinnahmen gehen in den nächsten Jahren zurück.
Wenn jetzt nicht gegengesteuert wird, so sind sich Verwaltung und Gemeinderat einig, ist das Tafelsilber bald aufgebraucht. Die Frage ist dabei, wo und wie die Schwerpunkte gesetzt werden: Die einen regen sich über marode Straßen auf und fordern eine gute Infrastruktur. Andere wünschen sich mehr Angebote und Hilfen im sozialen Bereich.
Personalabbau und gleichzeitig gute Kinderbetreuung? Darum geht es beim Sparkurs
Die Sportler brauchen Lampen in der Ballei, die einen bestimmten Farbton für die Fernsehübertragung der Handball-Bundesliga produzieren. Die gute Versorgung bei der Kinderbetreuung soll nicht aufgegeben werden, die Schulsozialarbeit braucht mehr Stellen.
Die Vorgaben werden nicht einfach umzusetzen sein: Personalabbau und weniger Neubauten, dafür nur noch notwendige Instandhaltung der Infrastruktur. Das wird weh tun, ohne Einschnitte im geliebten „Neckarsulmer Standard“ wird es nicht gehen.
An der Gebührenschraube zu drehen, ist notwendig, wird aber auf lange Sicht keine Besserung bringen. Wichtig ist, den Sparkurs konsequent und gerecht durchzusetzen.
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