Trotz Sparkurs in Neckarsulm: Ballei bekommt neue Beleuchtung
Weil die alten Lampen nicht mehr erlaubt sind, muss die Beleuchtung erneuert werden. Die Stadt rechnet mit 270.000 Euro. Ganz schön viel Geld für den Profi-Handball, monieren einige Stadträte.

Die Machbarkeitsstudie zur Teilsanierung der Ballei sieht Kosten von insgesamt 15,7 Millionen Euro vor. Es soll keine „Luxussanierung“ werden, so zumindest der Wunsch der CDU-Fraktion im Gemeinderat. Man solle sich auf einen „soliden, funktionalen und bedarfsorientierten Standard beschränken“.
Genau darüber, was notwendig und vorgeschrieben ist, wurde jetzt lebhaft im Gemeinderat diskutiert. Es geht um die Beleuchtung. Die jetzigen Quecksilber-Dampflampen dürfen nicht mehr verkauft werden. „Es gehen uns jeden Monat zwei bis drei Lampen kaputt. Wir haben uns zwar noch eingedeckt, aber spätestens Ende des Jahres geht uns der Vorrat aus“, erklärte Ingo Siedler vom städtischen Gebäudemanagement.
Alte Quecksilber-Dampflampen sind nur „trübe Funzeln“
„Das sind nur trübe Funzeln“, stellte Benno Baum (FWV) fest. Für den Profi-Handball müsse die Beleuchtung 1000 Lux erreichen, erklärte Siedler, zudem sei für die Fernsehübertragung ein bestimmter Farbwert vorgeschrieben. Das war Eberhard Jochim (CDU) dann doch etwas zu viel des Entgegenkommens: „Wenn das nur für eine Mannschaft und für einen Verein ist, dann müssen wir darstellen, was das kostet.“
Ina Maria Berthold (FWV) hätte gern aufgeschlüsselt, wie viel über die Stromeinsparung wieder an die Stadtkasse zurückfließt und Michael Bender (SPD) fragte nach Fördermitteln für die Umrüstung auf LED.
Neue Lampen müssen hell und „ballsicher“ sein
Dies sei alles noch nicht bekannt, versuchte Siedler die Wogen zu glätten. Man erteile nur den Planungsauftrag. Eine Nachrüstung sei technisch nicht möglich, im schlimmsten Fall müssten neben den Lampen auch die Kabel ausgetauscht werden. „Dann brauchen wir ein Gerüst.“
Bei Kosten von 4000 Euro je neuer Leuchteinheit und 65 bis 70 Leuchten rechne man mit 260.000 bis 280.000 Euro. Da die Anforderungen hoch sind – die Lampen müssen „ballsicher“ und hell genug sein, sowie den geforderten Farbwert haben –, kommen vermutlich nur einer oder sehr wenige Hersteller in Frage. Man habe sich aber schon erkundigt, dass genügend Leuchten geliefert werden können, um den Austausch in der Ligapause im Juni über die Bühne zu bringen.
Ballei-Sanierung: Bisher nur Planung, Baubeschluss folgt
Auch für die anderen Gewerke wie Gebäude, Tragwerk und die Technische Ausrüstung erteilte der Gemeinderat den Planungsauftrag. Varianten wie Cateringküche versus Gastronomie würden als Alternativen durchgeplant und mit einer Kostenschätzung versehen, erläuterte Siedler. Was genau in welchem Umfang gemacht wird, entscheide der Gemeinderat dann mit dem Baubeschluss.
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