Die wichtigsten Daten zum Schemelsbergtunnel – von den ersten Plänen bis heute
Was hat die Sanierung des Schemelsbergtunnels mit der Heilbronner Bundesgartenschau 2019 zu tun? Hier die wichtigsten Daten und Fakten zur Tunnelsanierung und zum Fluchtstollen-Bau bei Weinsberg und Erlenbach.
Ersten Überlegungen zufolge sollte der Schemelsbergtunnel bereits 2009/2010 technisch und mit einem Fluchtstollen nachgerüstet werden. Doch immer hat anderes Vorrang – der Ausbau der A6 zum Beispiel. Dann will man nicht, dass ein vollgesperrter Tunnel den Verkehrsfluss auf der B39 von und nach Heilbronn während der Bundesgartenschau 2019 bremst. Nur die dringendsten Maßnahmen werden zwischen 2018 und 2020 im Tunnel für rund 5,3 Millionen Euro erledigt. Zusammen mit den 36,4 Millionen Euro, die jetzt verbaut werden, summiert sich die Investition auf fast 42 Millionen Euro.
Weitere 1,8 Millionen Euro fließen in die großräumige Umleitungsstrecke, vorbei an Erlenbach und am Weissenhof (L1101/K2126/L1036): 2022 und 2023 werden Abbiegespuren neu gebaut oder bestehende verlängert.
Sanierung des Schemelsbergtunnels: Gottes Segen erbittet
Die Vorarbeiten für das Großprojekt in und an dem wichtigen Teilstück der B39 beginnen im November 2023. Offizieller Startschuss für den Bau des 431 Meter langen Rettungsstollens, in den Menschen flüchten können, wenn es im Straßentunnel brennt, und der inzwischen Vorschrift für einröhrige Tunnel ab 400 Metern Länge ist, ist am 1. März 2024. Zwei Pfarrer bitten um göttlichen Segen.

Eine erste Vollsperrung gibt es im Juni 2024. Das erste, 20 Meter lange Verbindungsstück zwischen Stollen und Tunnel wird gebaut. Im Jahr darauf kommt ein zweiter Querschlag hinzu, und es kommt dann grundsätzlich dicke: Ab Januar 2025 ist der Tunnel dicht – ein Jahr lang kein Durchkommen für Normalmenschen und Normalfahrzeuge. Baumaschinen machen sich breit. Die komplette Betriebs- und Sicherheitstechnik wird auf den neuesten Stand gebracht.
Die Umleitungsstrecke kann den Verkehr zwar aufnehmen, aber manche Verkehrsteilnehmer haben ihre Schwierigkeiten mit der geänderten Vorfahrt von der B39 auf die L1101. Unfälle passieren. Die Beschilderung wird intensiviert, die Polizei kontrolliert – und die Autofahrer gewöhnen sich um.

Schemelsbergtunnel ist zwei Monate länger gesperrt als ursprünglich geplant
Im Stollen und im Tunnel geht es rund, auf der Heilbronner Seite entsteht ein Portalgebäude. Im Oktober 2025 dann die Nachricht: Das Ziel, Tunnelfreigabe Ende Dezember, ist nicht zu halten. Es dauert zwei Monate länger.
Wenn der Verkehr Ende Februar wieder rollt, wird es auf der Westseite übrigens immer noch ein wenig wild aussehen: Die Baustelleneinrichtung muss zurückgebaut, das Gelände wieder in den Ursprungszustand zurückversetzt werden.
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