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Wie zufrieden sind die Heilbronner mit der wirtschaftlichen Lage?

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Eine Umfrage der Hochschule Heilbronn (HHN) hat gefragt, wie die Menschen ihre eigene wirtschaftliche Lage und die wirtschaftliche Lage der Stadt einschätzen. Das sind die Ergebnisse.

Wie die Befragten die wirtschaftliche Lage in Heilbronn und in einem Jahr einschätzen, steht in deutlichem Kontrast zur Wahrnehmung der eigenen wirtschaftlichen Lage.
Wie die Befragten die wirtschaftliche Lage in Heilbronn und in einem Jahr einschätzen, steht in deutlichem Kontrast zur Wahrnehmung der eigenen wirtschaftlichen Lage.  Foto: privat

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie, der gestiegenen Energiepreise, der wirtschaftlichen Folgen des Ukrainekrieges und die Rekordinflation haben ihre Spuren bei den Menschen hinterlassen, keine Frage.

Von einem "Absturz der Zuversicht" sprachen Forscher zwischenzeitlich. Immer mehr Menschen würden sich Sorgen um die wirtschaftliche Lage im Land machen. Aber, und das ist die gute Nachricht, die Zuversicht kommt zurück. Und was die Menschen in der Heilbronner Region betrifft, scheint sie nie wirklich weg gewesen zu sein. Zumindest was die Einschätzung der eigenen wirtschaftlichen Situation angeht. Das geht aus einer Befragung der Hochschule Heilbronn (HHN) hervor.


Zuversicht in Heilbronn bei Finanzen groß – Umfrage der HHN überrascht teilweise

In ihrem jährlich stattfindenden Heilbronn-Barometer befragt das Heilbronner Institut für angewandte Marktforschung (H-InfaM) der HHN seit acht Jahren immer die gleichen Bürgerinnen und Bürger aus Heilbronn und Umgebung zur Einschätzung der wirtschaftlichen Lage, sowohl zu ihrer eigenen als auch die der Stadt.

Im Jahr 2019 - also vor Beginn der Corona-Pandemie - wurde die eigene wirtschaftliche Lage der Heilbronner Einwohner von 82 Prozent der Befragten sehr positiv oder positiv wahrgenommen.

 

Dieser sehr hohe Stand fiel 2020, in dem die Corona-Pandemie ausbrach, auf das niedrigste Niveau in den letzten fünf Jahren. Das Interessante: Trotz allem sahen aber immer noch 75 Prozent der Befragten ihre eigene wirtschaftliche Lage als positiv oder sehr positiv (19 Prozent teils-teils und lediglich sechs Prozent schlecht oder sehr schlecht).

Fast 80 Prozent Heilbronner sehr zufrieden – jeder Vierte hat Sorgen

2021 erholte sich die Einschätzung auf den bislang höchsten Stand von 83 Prozent. Im Jahr 2022, nach Beginn des Ukrainekriegs, hohen Energiepreisen und hoher Inflation schätzten noch immer 80 Prozent ihre eigene wirtschaftliche Lage positiv oder sehr positiv ein.

Auch 2023 sind viele Heilbronner mit ihrer eigenen wirtschaftlichen Situation zufrieden. 78 Prozent gaben sogar an, mit ihrer Finanzlage sehr zufrieden zu sein. 2023 haben 830 Befragte teilgenommen. "Es ist bemerkenswert, dass die Stimmung in Bezug auf die eigene wirtschaftliche Lage bei den befragten Bürger in Heilbronn und Umgebung in der aktuell bewegten Zeit noch immer überwiegend positiv ist", sagt Institutsleiter Joachim Allhoff, betont aber auch, dass 23 Prozent zum Teil Sorgen haben - also jeder Vierte (18 Prozent teils-teils und fünf Prozent schlecht oder sehr schlecht).

So schätzen Bürger eigene wirtschaftlichen Situation und die der Stadt ein

Was anhand der Ergebnisse noch deutlich wird: Wie die Befragten die wirtschaftliche Lage in Heilbronn und Umgebung aktuell und in einem Jahr einschätzen, steht in deutlichem Kontrast zur Wahrnehmung der eigenen wirtschaftlichen Lage.

2022 ging knapp mehr als die Hälfte (51 Prozent) davon aus, dass sich die wirtschaftliche Lage in Heilbronn und Umgebung im darauffolgenden Jahr 2023 verschlechtern würde. Das war die negativste Einschätzung der letzten fünf Jahre.

Heilbronner betrachten wirtschaftliche Lage ihrer Stadt kritischer

Dieses Jahr geht noch ein Drittel der Teilnehmenden (32 Prozent) davon aus, dass es Heilbronn und Umgebung 2024 wirtschaftlich schlechter gehen wird. 45 Prozent nehmen an, dass sich die wirtschaftliche Lage nicht verändern wird und nur knapp jeder Fünfte (19 Prozent) blickt optimistisch in die Zukunft der Region.

Professorin Franziska Drescher, Direktorin des H-InfaM, fasst die Ergebnisse so zusammen: "Trotz einer überwiegend positiven Stimmung, darf man nicht aus den Augen verlieren, dass fast jeder Vierte die eigene Lage als teilweise schlecht, schlecht oder sehr schlecht wahrnimmt. Zudem fällt auf, dass die wirtschaftliche Lage von Heilbronn und Umgebung im Kontrast zur eigenen wirtschaftlichen Lage kritischer wahrgenommen wird."

 
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