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Warum Bechtles Kantine preiswürdig ist

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Das Betriebsrestaurant des IT-Dienstleisters zählt zu den zehn besten Deutschlands. Eine Heilbronner Professorin ist unter den Juroren des dritten Kantinentests der Fachzeitschrift "Food & Health". Was macht die Kantine von Bechtle alles richtig?

Das Betriebsrestaurant des Neckarsulmer IT-Dienstleisters Bechtle zählt nach den Ergebnissen einer Jury zu den zehn besten Deutschlands.
Foto: Bechtle
Das Betriebsrestaurant des Neckarsulmer IT-Dienstleisters Bechtle zählt nach den Ergebnissen einer Jury zu den zehn besten Deutschlands. Foto: Bechtle  Foto: Bechtle

Schnitzel mit Pommes gibt es auch noch - aber seltener. In der Kantine von Bechtle wird meistens anderes aufgetischt, immer wieder auch vegetarisch, vegan, regional oder bio. Nun hat der IT-Dienstleister es schriftlich: Seine Kantine ist die achtbeste in Deutschland unter 35 Finalisten. Das war das Ergebnis des dritten Kantinentests der Fachzeitschrift "Food & Health", an dem die Heilbronner DHBW-Rektorin Professor Nicole Graf als Jurorin mitgewirkt hat.

Das Teilnehmerfeld war in diesem Jahr allerdings bedeutend kleiner als sonst, erzählt sie: Wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie hätten viele Unternehmen verzichtet. Schließlich mussten die Betriebe in der zweiten Welle sogar schließen, zuvor waren sie nur eingeschränkt geöffnet. So auch bei Bechtle: Wo sonst 800 bis 900 Mahlzeiten pro Tag ausgegeben werden, waren es in den Monaten zwischen Pandemieausbruch und Schließung im Schnitt 150, berichtet Vorstandsvorsitzender Thomas Olemotz.

Was die Kantine von Bechtle nach Ansicht der Jury preiswürdig macht

Als Folge der ersten Einschränkungen hat das MDax-Unternehmen reduziert: Der Betreiber Aramark bietet vorläufig nicht mehr fünf verschiedene Menüs pro Tag an, stattdessen gibt es auch vorgekochte Mahlzeiten zum Mitnehmen oder Lunch-Boxen für die Beschäftigten im Homeoffice. Wer trotz allem ins Büro muss, für den ist der Außenbereich erweitert worden - hausintern "Lunch Garden" genannt. Dies soll auch beibehalten werden, kündigt der Konzernchef an. Der Umgang mit der Corona-Pandemie war eines der Kriterien, die von der Jury bewertet wurden, berichtet Nicole Graf. Die Juroren nahmen mehrere Wochenpläne unter die Lupe, Aspekte wie Nachhaltigkeit, Regionalität, oder den Umgang mit Speieseabfällen sowie das Rundum-Konzept.


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Bei Bechtle sei etwa positiv aufgefallen, dass auch Zwischenverpflegung angeboten werde, dass der Trend weg von Menüs mit Fleisch gehe, regional eingekauft werde und es kein Einweggeschirr mehr gibt. Auch die hausinternen Kochkurse und Grillpakete wurden lobend registriert. Potenzial sieht die Professorin in puncto Fleischangebot, Öffentlichkeitsarbeit und Vorbildfunktion. Bechtle rage auch heraus, weil es einer der wenigen Top-Ten-Betriebe ist, die mit einem Catering-Konzern zusammenarbeiten statt mit festangestellten Köchen.

Das sei aber kein Hindernis, erläutert Thomas Olemot. Bechtle habe die Küche bewusst gut ausgestattet und lege beim Einkauf Wert auf regionale Produkte. Dennoch sollen sich alle Mitarbeiter die Mahlzeiten auch leisten können, lautet die Vorgabe. "Das muss dann eben entsprechend von uns bezuschusst werden. Man kann gesunde Ernährung für unter fünf Euro anbieten." Das sei auch Teil der Marke, die das Unternehmen nach außen sein will. "Man kann ja nicht Gesundheits-AGs anbieten und dann nur Schweineschnitzel servieren."


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