Sportstadt Neckarsulm steht vor großen Investitionen in Sportstätten
Die Stadt Neckarsulm nimmt mehrere Millionen Euro in die Hand. Wofür das Geld konkret verwendet wird.

Die selbst erklärte Sportstadt investiert in ihre Sportstätten. Allein in diesem Jahr nimmt Neckarsulm beispielsweise 600.000 Euro in die Hand, um den Kunstrasen auf dem Pichterichgelände zu sanieren. Unweit davon ist zurzeit die größte Maßnahme zu sehen, von der die Sportler und Athleten profitieren werden: Für 48 Millionen Euro entstehen eine neue Schule samt neuer Sporthalle.
Durch die neue Halle erhöht sich die Kapazität in der Kernstadt: Die vorherige Sulmhalle konnte nicht abgetrennt werden, der Neubau besitzt drei Teile. Die Schule geht nach den Sommerferien 2024 in Betrieb, die Halle möglicherweise früher.
Weitere Sporthallen müssen saniert werden
Nur: Als Sportstadt würden alle Sportstätten "hoch frequentiert", sagt Oberbürgermeister Steffen Hertwig. Theoretisch entspanne sich die Situation mit der neuen Halle, in der Praxis allerdings nicht lange. Denn: Weitere Sporthallen müssen saniert werden.
Oben auf der Liste steht die Pichterichhalle. In einem ersten Schritt ist sie vorübergehend auf Vordermann gebracht worden. Das Dach sei abgedichtet worden, sagt Manuel Heer, der im Rathaus das Amt für Stadtentwicklung und Gebäudewirtschaft leitet. "Es steht der Boden aus." Manuel Heer und Ingo Siedler vom Hochbaumanagement der Stadt gehen davon aus, dass spätestens in den Weihnachtsferien der Boden an der Reihe ist. Der genaue Zeitplan für die umfassende Sanierung der Pichterichhalle steht noch aus.
Der Gemeinderat Neckarsulm befasst sich mit weiteren Investitionen in die Sportstätten
Ein weiteres Großprojekt zeichnet sich bereits ab. Im Spätjahr will der Gemeinderat Neckarsulm entscheiden, wie es mit der Ballei weitergehen soll. Das Gebäude muss saniert werden. Dort finden zurzeit die Erstliga-Begegnungen der Handballerinnen statt, die Stadt hat im vergangenen Jahr für 212.000 Euro den Sportboden ausgetauscht. Alle Optionen liegen auf dem Tisch: Dazu gehört, das aktuelle Gebäude aufzugeben und durch einen Neubau zu ersetzen. Steffen Hertwig rechnet damit, dass der Gemeinderat nach ein, zwei öffentlichen Veranstaltungen darüber entscheidet.
Für überregionales Aufsehen auf Social Media hat vor wenigen Monaten der Pichterich-Sportplatz gesorgt. Der Boden war so uneben, dass nach einem Schuss der Stuttgarter Kickers der Ball über den Torhüter der Sport-Union sprang. Laut eines Experten sei der Rasen in einem guten Zustand, die Pflegemaßnahmen seien nun intensiviert worden, so Steffen Hertwig. Die Verwaltung will beobachten, wie sich die Situation darstellt, wenn der gerichtete Kunstrasen freigegeben wird. Kommt es zu einer nennenswerten Entspannung? Wenn nicht, sagt Steffen Hertwig, gehe es im Gemeinderat um die Sanierung des Sportplatzes. Die Aufgaben gehen der Stadt nicht aus, grundsätzlich müsse in alle Sporthallen investiert werden. "Wir können aber nicht alles auf einmal angehen", sagt Manuel Heer.
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