Heilbronns Oberbürgermeister Mergel für zweite Amtszeit verpflichtet
Im Heilbronner Rathaus gelobte Harry Mergel als OB zum Wohl der Stadt zu wirken. Zur feierlichen Verpflichtung hatte Regierungspräsidentin Bay einen Scheck mitgebracht.

In feierlich-festlichem Rahmen wurde am Freitagvormittag Oberbürgermeister Harry Mergel (66) in seine zweite Amtszeit in einer außerordentlichen Gemeinderatssitzung verpflichtet. Die Einführung und Vereidigung erfolgte durch Herbert Tabler (SPD), mit 81 Jahren der dienstälteste Heilbronner Stadtrat. Eingefunden hatten sich zu dieser Zeremonie im großen Ratssaal zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Kirche und Gewerkschaften. Bei der Wahl am 6. Februar hatten die Heilbronner Harry Mergel mit 81,5 Prozent der Stimmen eindrucksvoll im Amt bestätigt.
Innenminister Strobl fordert Aufschrei der Region
An die gemeinsamen Jahre im Gemeinderat erinnerte Innenminister Thomas Strobl. Er attestierte Mergel, seine Sache als OB "sehr gut" gemacht zu haben, bescheinigte ihm, bei Herausforderungen einen langen Atem zu haben und sieht in ihm den Initiator, dass die Heilbronner dank Universitätsstadt, Bundesgartenschau sowie Wissensstadt und KI-Innovationspark selbstbewusster geworden sind. Angesichts des jüngst ausgebrochenen Streits um den Ausbau der Neckarschleusen sagte Strobl: "Es müsste ein Aufschrei durch die Region gehen. Der OB sollte sich an die Spitze der Ausbau-Bewegung stellen."
Regierungspräsidentin Bay bringt 4,8 Millionen mit
Nicht mit leeren Händen ist Susanne Bay zur Amtseinsetzung gekommen. Die Regierungspräsidentin übergab Mergel, der die schwere, silberne Amtskette trug, den Zuschussbescheid über rund 4,8 Millionen Euro für die Buga-Brücke. Gleichzeitig ermunterte die Heilbronnerin den Verwaltungschef, angesichts der eklatanten Baupreissteigerungen erneut auf ihr Haus zuzukommen, um über eine Härtefallregelung die finanziellen Schmerzen abzumildern.
Diepgen betont die gute Zusammenarbeit
In der stets offenen, vertrauensvollen und letztlich erfolgreichen Zusammenarbeit mit seinen Dezernenten sieht Erster Bürgermeister Martin Diepgen eine gute Basis für weitere acht OB-Jahre von Harry Mergel: "Ich verbürge mich, dass er seine Amtszeit erfüllen wird."
Am Personal darf nicht gespart werden
Anerkennende Worte für die erste Amtszeit richtete Torsten Reinhart an Mergel: "Sie haben Heilbronn zu einer Erfolgsmarke gemacht", sagte der Vorsitzende des Gesamtpersonalrats. Reinhart mahnte aber auch, die Mitarbeiter zu qualifizieren, bei den Herausforderungen mitzunehmen und nicht am Personal zu sparen. Nur dann werde Heilbronn weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber sein.
Heilbronn soll neues Kraftzentrum im Land werden

Nach einem kurzen Ausflug in die Geschichte der Stadt nahm Oberbürgermeister Mergel seine Gäste mit auf eine gedankliche Reise durch die kommenden acht Jahre. Als Top-Themen nannte er unter anderem die Anforderungen der Digitalisierung in allen Bereichen, das gemeinsame Wirken von Verwaltung und Bürgerschaft in punkte Klimaschutz und Mobilitätswende sowie die Sicherung eines verlässlichen Gesundheitssystems. Aber auch der Wohnungsbau, die Stärkung der Innenstadt und die Erhöhung der Aufenthaltsqualität stehen auf seiner Agenda. Wenn seine zweite Amtszeit 2030 endet, dann möchte Oberbürgermeister Mergel einmal folgendes über seine Stadt lesen: "Heilbronn ist das neue Kraftzentrum in Baden-Württemberg."




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