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Gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt

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Der Arbeitsmarkt hat sich bundesweit gut entwickelt, in Baden-Württemberg und in der Region gab es gegen den saisonalen Trend sogar weniger Menschen, die eine Arbeitsstelle gesucht haben. Nur die Kurzarbeit könnte wieder an Fahrt aufnehmen.

"Der Winter hat bislang kaum Spuren auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen", sagt Manfred Grab, Leiter der Heilbronner Arbeitsagentur.

Die Effekte der Corona-Pandemie sind im Südwesten ebenso wie in Bayern kaum noch zu beziffern - anders als in den ostdeutschen Bundesländern, wo die Quote oft bis zu einem Prozentpunkt niedriger läge, würde man die Auswirkungen der Pandemie herausrechnen.

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Grab geht aber auch davon aus, dass die kommenden Monate "eine Herausforderung bleiben". Schwierig sei die Lage etwa in der Gastronomie. In dieser Branche betreut die Arbeitsagentur Heilbronn ein Projekt, in dem sich Teilnehmer weiterbilden können und die Agentur eine finanzielle Förderung übernimmt. Das Interesse daran sei groß, berichtet Grab.

In Hohenlohe und Schwäbisch Hall weiterhin viele Langzeitarbeitslose

"Unsere Arbeitslosenquote hat mit 2,8 Prozent fast das Niveau vor der Krise erreicht", kommentiert Stefan Schubert, Operativer Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim, die Statistik für seinen Bezirk.

Im Hohenlohekreis wurden im Dezember nur noch 200 Arbeitslose mehr gezählt als im Dezember vor zwei Jahren. Allerdings sei der Anteil der Langzeitarbeitslosen im Agenturbezirk deutlich von knapp 24 Prozent vor zwei Jahren auf über 33 Prozent angestiegen, sagt Schubert. "Diese Personengruppe profitiert im Moment noch nicht von der großen Arbeitskräftenachfrage."

 


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Gute Entwicklung bei den Jungen in Baden-Württemberg

Erfreulich ist die Entwicklung bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Baden-Württemberg. In dieser Gruppe ist die Arbeitslosenquote gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 2,1 Prozent gesunken.

Insgesamt blieb die Quote im Land stabil bei 3,4 Prozent. Im Vergleich mit dem Vorjahr bedeute dies jedoch einen Rückgang von fast 20 Prozent, betont Christian Rauch, Leiter der Regionaldirektion Baden-Württemberg.

Wieder mehr Kurzarbeit angezeigt

Auffällig war jedoch, dass die Zahl der Betriebe, die Kurzarbeit anzeigen, im Vergleich zum Vormonat abermals gestiegen ist. Die tatsächlich realisierte Kurzarbeit kann aufgrund der statistischen Erfassungslogik bis Juni 2021 ausgewiesen werden, alle Zahlen zu späteren Monaten in diesem Jahr sind Hochrechnungen. Demnach haben im September 118 232 Beschäftigte konjunkturell bedingt kurzgearbeitet. Die Kurzarbeiterquote betrug damit 2,4 Prozent.

 


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Zwischen Pandemie und Fachkräftemangel

Der erleichterte Zugang zum Kurzarbeitergeld wurde bis zum 31. März 2022 verlängert. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) erwartet, dass die Konjunktur vorübergehend durch die Omikron-Welle belastet wird. "Wir gehen davon aus, dass der Aufschwung der Wirtschaft stattfinden wird, allerdings durch die Herausforderung durch die Omikronvariante zeitlich verzögert", sagte Heil in Berlin.

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Millionen von Arbeitsplätzen hätten durch Kurzarbeitergeld und Wirtschaftshilfen trotz Pandemie erhalten werden können. 2022 sei eine "arbeitsmarktpolitische Doppelstrategie" nötig. Es gelte, stabil durch die Pandemie zu kommen und den Arbeitsmarkt zugleich auf die strukturellen Herausforderungen, etwa durch den technologischen Wandel, vorzubereiten.

Denn obwohl es Lieferschwierigkeiten gibt, suchen die Maschinenbauer gerade im Südwesten nach Fachkräften. "Die Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen lag im Dezember 2021 etwa doppelt so hoch wie zum Ende des vorangegangenen Jahres", sagte gestern der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands VDMA, Thilo Brodtmann.


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