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Grundschulen: Diese Analysen bereiten den Verantwortlichen große Sorgen

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Bildungstrend und Vera 3: Viele baden-württembergische Schüler scheitern am Mindeststandard für Grundschulabschluss. Darum geht es bei "Bildung auf den Punkt", einer neuen Veranstaltungsreihe auf dem Bildungscampus.

Mit ihren Familien feiern Erstklässler ihre Einschulung.
Foto: Archiv/Barth
Mit ihren Familien feiern Erstklässler ihre Einschulung. Foto: Archiv/Barth  Foto: Barth

Die sinkenden Leistungen in der Grundschule haben die Verantwortlichen dieses Schuljahr schriftlich im Doppelpack bekommen: Die Vergleichsstudien Vera 3 und IQB-Bildungstrend legen die Mängel schonungslos offen.

Das Kultusministerium gibt die Probleme offen zu

Das Kultusministerium in Stuttgart nimmt nach der letzten Vera-3-Analyse kein Blatt vor den Mund: "Zu viele Schülerinnen und Schüler erreichen in Baden-Württemberg nicht die Mindeststandards für den Grundschulabschluss beim Lesen, in der Rechtschreibung sowie in Mathematik." Zudem sei der Bildungserfolg noch zu stark von dem sozialen Hintergrund abhängig: 52 Prozent der Schüler aus bildungsfernen Elternhäusern schaffen den Mindeststandard im Bereich Lesen nicht. Unter den Schülerinnen und Schülern aus privilegierten Elternhäusern erreichten den Angaben zufolge mit zehn Prozent "deutlich weniger nicht den Mindeststandard", so das Ministerium in einer Pressemitteilung.

 


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Kinder verfehlen Mindeststandards im Lesen und Zuhören

Hinter Vera 3 steht das Institut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg, das kommt noch zu einem weiteren Ergebnis: Grundschüler mit deutscher Alltagssprache schaffen "deutlich häufiger höhere Kompetenzstufen" als Schüler, die zu Hause ganz oder überwiegend eine andere Sprache sprechen. Der IQB-Bildungstrend kommt vom Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen an der Humboldt-Universität in Berlin, und bei der letzten Analyse sackte das einstige Musterland in Sachen Bildung, Baden-Württemberg, ab: Mehr Viertklässler im Land verfehlten die Mindeststandards im Lesen als noch vor fünf Jahren, mehr Kinder die Mindeststandards im Zuhören.

 


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Diese Vorschläge kommen

Nach den Analysen schlägt die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz einige Maßnahmen vor, um Grundschulen weiterzuentwickeln. Als zentral werten die Verantwortlichen die Konzentration auf sogenannte basale Kompetenzen wie zum Beispiel Lesen, Schreiben und Mathematik, damit mehr Schüler die Mindeststandards in Deutsch und Mathematik in der Grundschule erreichen können. Zu den Ideen gehört: Das pädagogische Personal für Diagnose und Förderung qualifizieren, schon in der Kita die Mädchen und Jungen verbindlich diagnostizieren und fördern, mehr in Personal und Schulen investieren, wo es viele benachteiligte Schüler gibt.

Unterdessen hat diese Woche das Kultusministerium in Stuttgart beschlossen, sogenannte Sprach-Kitas weiter zu fördern. Zum Hintergrund: Der Bund hatte angekündigt, das Programm nicht weiter zu finanzieren. "Sprachförderung ist entscheidend für die weitere Entwicklung der Kinder und effektiver, je früher sie durchgeführt wird. Deswegen wollen wir die wichtige Arbeit der Sprach-Kitas fortführen", sagt Staatssekretär Volker Schebesta.

 


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